Philippe Saire
Philippe Saire
«Il faut que je m’absente»
Funkelnde Glühbirnen, Strass und Pailletten. Pfennigabsätze, ein Zylinder, falscher Rauch und lange rosa Plüschohren … Auf den ersten Blick liegt der Titel etwas daneben: «Il faut que je m’absente» – «I really have to go now». Was soll das Ich («… je m’absente») in all dem Glamour? Und was soll dieses zögerliche, unentschuldigte Verschwinden («Il faut …») in einem wirklich festlichen Stück? Und das ist es, im besten Sinn des Worts.
Das neue Opus der Cie Philippe Saire spielt mit dem Vergnügen: Die Lichter glitzern, das Publikum schmunzelt, und die sechs Tänzer scheinen sich köstlich zu amüsieren.
Seit 2006 widmet sich Saire dem Thema der Unterhaltung. «Il faut que je m’absente», der zweite Teil einer Trilogie, die am zwanzigsten Geburtstag der Lausanner Kompanie ihren Anfang nahm, soll ein «amüsantes Stück» sein, gespickt mit «galligem Humor». Tatsächlich folgt eine Attraktion nach der anderen. Ein Moderator wippt im Bann der Scheinwerfer mit den Hüften, ein Paar übt sich im Stepptanz. Zwei Gogo-Girls assistieren einem Zauberer, der jemanden zum Verschwinden bringen will … Verschwinden, das ist das Leitmotiv. In «Il faut que je m’absente» ist ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Berliner Staatsballett
«Malakhov & Friends»
Wer mit wem? Das ist jedes Mal die Frage bei «Malakhov & Friends». Die alljährlich neu aufgelegte Gala gibt dem Staatsballett Berlin samt illustren Gästen die Gelegenheit zu reizvollen Paarungen und einem lustvoll ausgetragenen Tänzerwettstreit. Mit ihrem Versprechen von Glamour hat sich die Soiree zudem längst zum...
Christian Rach verlautbarte in der Kulturbeilage des Hamburger Magazins Der Spiegel: «Für mich hat Kultur zwei Aufgaben; entweder den Finger in die Wunde zu legen oder eine Welt zu schaffen, in der man sich verlieren kann. Beiden Aufführungen, dem ‹Nussknacker› des Russischen Staatsballetts und der Pferdeshow ‹Apassionata›, gelingt genau das.»
Rach, 51, ist...
Gerald Siegmund ist seit dem 1. Januar Professor für Tanzwissenschaft in Gießen und gründet nun den nagelneuen Masterstudiengang Choreografie und Performance, Cup genannt. Das zweijährige Studium bietet das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Uni Gießen zusammen mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt an. Gerald Siegmund, auch...
