petter jacobsson

Der Leiter des Ballet de Lorraine in Nancy will zeitgenössische Tanzformen erkunden. In dieser Saison setzt er auf weibliche Ästhetik

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Es gibt sie laut Petter Jacobsson zur Genüge: Kompanien, die mehr oder weniger ähnliche Repertoirestücke oder Rekonstruktionen produzieren. «Zu wiederholen, was schon mal gemacht worden ist, ist leicht. Das kann jeder», findet der Schwede. «Natürlich sollten auch weiterhin traditionelle Stücke produziert werden, aber unbedingt mit dem entsprechenden Gespür und Bewusstsein für die eigene historische Distanz. Tanzkunst darf nicht zum bloßen Museum versteinern.

Man muss ein Bewusstsein dafür haben, warum man sich ein bestimmtes historisches Ballett vornimmt und welche aktuellen Bezüge es zu unserer Gegenwart hat.»

Diese Überzeugung hat Petter Jacobsson aus seiner langjährigen Erfahrung als Tänzer, Choreograf und Künstlerischer Leiter diverser Kompanien gewonnen. Sie begleitet ihn nun auch als Leiter des Centre Chorégraphique National – Ballet de Lorraine: «Seit zwölf Jahren hat diese Kompanie ein modernes Profil, und diese Linie will ich im Sinn meines Vorgängers Didier Deschamps fortführen», bekräftigt er. Wie ernst es ihm damit ist, zeigte schon die Triple Bill zum Auftakt der laufenden Saison – der ersten, die er selbst komplett durchgeplant hat. Die spanische Choreografin La Ribot ...

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Tanz Mai 2013
Rubrik: menschen, Seite 28
von Ann-Marie Wrange

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