petter jacobsson
Es gibt sie laut Petter Jacobsson zur Genüge: Kompanien, die mehr oder weniger ähnliche Repertoirestücke oder Rekonstruktionen produzieren. «Zu wiederholen, was schon mal gemacht worden ist, ist leicht. Das kann jeder», findet der Schwede. «Natürlich sollten auch weiterhin traditionelle Stücke produziert werden, aber unbedingt mit dem entsprechenden Gespür und Bewusstsein für die eigene historische Distanz. Tanzkunst darf nicht zum bloßen Museum versteinern.
Man muss ein Bewusstsein dafür haben, warum man sich ein bestimmtes historisches Ballett vornimmt und welche aktuellen Bezüge es zu unserer Gegenwart hat.»
Diese Überzeugung hat Petter Jacobsson aus seiner langjährigen Erfahrung als Tänzer, Choreograf und Künstlerischer Leiter diverser Kompanien gewonnen. Sie begleitet ihn nun auch als Leiter des Centre Chorégraphique National – Ballet de Lorraine: «Seit zwölf Jahren hat diese Kompanie ein modernes Profil, und diese Linie will ich im Sinn meines Vorgängers Didier Deschamps fortführen», bekräftigt er. Wie ernst es ihm damit ist, zeigte schon die Triple Bill zum Auftakt der laufenden Saison – der ersten, die er selbst komplett durchgeplant hat. Die spanische Choreografin La Ribot ...
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Tanz Mai 2013
Rubrik: menschen, Seite 28
von Ann-Marie Wrange
Vor einhundert Jahren, am 29. Mai, ging im eleganten Pariser Théâtre des Champs-Élysées der Vorhang auf für «Les sylphides» zur Musik von Frédéric Chopin. Was als Wohlfühlabend begann, endete anlässlich der Uraufführung von Strawinskys «Le sacre du printemps» damit, dass sich die ehrenwerten Zuschauer, darunter Maurice Ravel und Jean Cocteau, eins auf die Mütze...
Ohne Strawinsky wäre ich kein Komponist geworden, so viel ist schon mal klar. Daher ist alles, was ich über seine Musik schreiben kann, davon geprägt, dass unter anderem er es war, der mich dazu brachte, diesen seltsamen und bizarren Beruf zu ergreifen, den man Broterwerb kaum nennen kann. Man wird hier nicht viel Kritisches über den «Sacre» finden, das gebe ich...
Im Laufe des Monats erscheinen noch folgende Beiträge exklusiv im Web:
Gob Squad: «Dancing about» in Berlin
Robert North: «Verlorene Kinder» in Mönchengladbach
Tadashi Endo: «Fukushima mon amour» in München
Fabulous Beast Theatre: «Petrouchka», «Le sacre du printemps» in Wolfsburg
