persönlich

Newcomer: Gözde Özgür – Warum Bertrand d’At seine Truppe verliert – Nikolaj Hübbe und der Kokainskandal in Dänemark

Tanz - Logo

newcomer: gözde özgür
Der märchenhafte Weg zum Star: Man ist jung und unbekannt und tanzt in den hinteren Reihen – und das Schicksal will es, dass man eines Tages vom Ballettdirektor oder von einem berühmten Choreografen an den Solisten des Ensembles vorbei für eine der großen Rollen des Repertoires besetzt wird. So passierte es Gözde Özgür.

Für die Wiederaufnahme von Mats Eks «Giselle» beim Bayerischen Staatsballett im Juni des vergangenen Jahres bekam sie von Kompanieleiter Ivan Liška neben drei anderen Tänzerinnen die Chance, für die Titelrolle vorzutanzen. Der Choreograf entschied sich für die damals 20-jährige türkische Gruppentänzerin, und der Jubel des Münchner Publikums und der Presse bestätigte seine Besetzung: Gözde Özgür war eine wunderbar direkte Giselle, die ihre Verliebtheit und das Ausgeliefertsein an ein Leben im Irrenhaus unvergleichlich auf die Bühne brachte.

Geboren in Ankara, studierte sie am dortigen Konservatorium und zwischen 2005 und 2008 an der von Steffi Scherzer und Oliver Matz geleite­ten Tanz Akademie Zürich. Ihre allererste Audition absolvierte sie in München – und wurde gleich engagiert. Sie erledigte die üblichen Corps-de-ballet-Aufgaben, durfte bald ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2011
Rubrik: menschen, Seite 26
von

Weitere Beiträge
cesena

Welcher noch lebende Choreograf wäre in der Lage, wie Anne Teresa De Keersmaeker 10.000 Menschen, verteilt auf fünf Aufführungen, dazu zu bringen, um vier Uhr morgens aufzustehen? Auf dem Weg zum Papstpalast von Avi­gnon begegnet man mühsam erwachend den letzten Nachtschwärmern, die ihrem Bett entgegentorkeln. Und hat schon erste Erkenntnisse: Die Ratten dieser...

no education!

Marietta Piekenbrock, Sie laden dezidiert Künstler ein, nicht Kunstpädagogen, um mit ihnen die Kinder zu erobern?
Ja. Staunende Ignoranten und Konfrontationsfreudige, die bereit sind, mit den Kindern Erfahrungsräume zu betreten, die auch sie noch nicht kennen. Projekte, die nur erziehen, fördern oder vermitteln wollen, haben eins gemeinsam: Die Hauptquelle liegt...

yoshito ohno

Wie oft hat man es uns schon erklärt: Es sei ein Drahtseilakt, die Kunst eines Künstlers mit seiner Biografie erklären zu wollen. Umso mehr schlingert man bei den Ohnos: Ihr Privatleben und ihre Performancekunst liegen so nah beieinander, dass es unmöglich ist zu sagen, wo das eine anfängt und das andere aufhört. Es sind nur wenige Schritte von ihrer Küchentür zum...