persönlich
newcomer_________
michaela deprince
erfüllt sich in jüngster Zeit Traum um Traum. Erst als Tänzerin im Doku-Film «First Position» (tanz 6/13), dann seit Beginn dieser Spielzeit als Mitglied der Juniorkompanie des Niederländischen Nationalballetts. «Mein ganzes Leben habe ich davon geträumt, in einer der klassischen Top-Kompanien der Welt zu tanzen. Es schien unmöglich, weil ich ein schwarzes Mädchen bin», sagt sie.
«Wir tanzen normalerweise in Ensembles wie Alonzo King‘s LINES oder traditionell schwarzen Truppen wie dem Dance Theatre of Harlem.» Der einjährige Vertrag bedeutet ihr so viel, dass sie bereit war, sich dafür von Familie und Boyfriend in den USA zu trennen.
In dem Kinofilm erzählt die heute 18-Jährige, wie sie – eine Kriegswaise aus Sierra Leone – zum Tanz kam. Vier war Michaela, als sie vor den Eingangstoren ihres Waisenhauses eine Zeitschrift mit einer Tänzerin auf dem Cover fand. Das Heft lag im Dreck, sie hob es auf und war im Innersten bewegt. «Die Frau sah so glücklich aus auf ihren Spitzenschuhen», erinnert sie sich, «das wollte ich auch sein. Ich beschloss: Sollte ich jemals adoptiert werden und nach Amerika kommen, würde ich tanzen lernen wie die Frau in dem ...
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Tanz November 2013
Rubrik: menschen, Seite 30
von
screening_________
le corsaire
120 Tänzer auf der Bühne, aufgeboten für eine Liebes-Saga mit Piraten-Flair, arrangiert von keinem Geringeren als Alexei Ratmansky (im Schulterschluss mit Yuri Burlaka): 2007 feierte diese «Corsaire»-Inszenierung im Namen des Bolshoi Premiere, wiewohl das Stammhaus damals wegen der millionenschweren Restaurierung geschlossen war. Dem...
Ein Tanzstudio in Brooklyn, etwa hundert Quadratmeter mit doppelter Fensterfront und altertümlichen Heizkörpern: Chez Bushwick, mitten in Bushwick, dem Latino-Viertel gleich neben Williamsburg, gelegen, ist derzeit im Umbruch zur Künstlerkolonie. Jonah Bokaer war, seiner early-bird-Natur gemäß, einer der Ersten am Platz und gründete ein multidisziplinäres...
1973, mit dem Tod von Mary Wigman, gelangten die umfänglichen, von ihr selbst akribisch (aus-)sortierten Aufzeichnungen ans Berliner Archiv der Akademie der Künste (West). Das geschah in einer Zeit, als die Aufarbeitung des Nationalsozialismus hoch oben auf der Fahne stand und eine These schnell die Oberhand gewann: Alle Künstler, die sich bis 1945 nicht eindeutig...
