Paul Taylor
Auf der Bühne war er ein Riese (über 1,80 Meter groß), doch leicht wie ein Schmetterling. In seinen Choreografien konnte Paul Taylor --A und Z – Alltagsbewegung und Zeremoniell – nebeneinanderstellen. Als Mensch blieb er seinen Kollegen dagegen keinen Buchstaben des Alphabets schuldig. Er war Student und zugleich Star, Mitarbeiter und Meister, Bruder und Beichtvater.
Zum Tanz fand Taylor in seiner Studienzeit an der Syracuse University, wo er für Visual Arts eingeschrieben war. Aber er interessierte sich auch fürs Schwimmen.
Nicht zufällig erinnerten später seine auffallenden Armbewegungen an Tempi im Wasser. Ethel Butler, eine Protagonistin des Modern Dance à la Martha Graham, wurde in Washington DC die erste Tanzlehrerin. Seine Kenntnisse vertiefte er in späteren Jahren an der Juilliard School in New York, wo nicht nur Martha Hill unterrichtete, ebenfalls eine Graham-Interpretin, sondern auch ein so psychologisierender Choreograf wie Antony Tudor. Taylor wurde 1955 Mitglied der Martha Graham Dance Company und war bald nicht nur in Grahams eindringlichen Werken zu sehen. Vielmehr trat er auch in den ungleich cooleren Choreografien eines Merce Cunningham auf und in ersten -eigenen ...
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Tanz Oktober 2018
Rubrik: Menschen, Seite 28
von George Jackson
Bern: Tanz in Bern
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