Owen Belton 2019
Owen Belton, Sie haben gerade am Staatstheater Nürnberg Goyo Monteros «A Midsummernight’s Dream» musikalisch belebt und sind weltweit als Komponist im Einsatz – vom National Ballet of Canada über das Stuttgarter Ballett bis hin zum Royal Ballet London. Nun sind Ihre Kollegen häufig Allrounder, während Sie sich auf den Tanz spezialisiert haben. Wie kommt das?
Wie es meistens so ist: Man gerät in die Sachen hinein. Ursprünglich war ich ohnehin in ganz anderen Bahnen unterwegs, ich habe Informatik studiert, ehe die Musik von mir Besitz ergriff.
Aber dank meiner Mutter hatte ich schon lang davor Berührung mit dem Tanztheater. Sie hat selbst Ballett getanzt, wenn auch nur hobbymäßig, und nahm mich mit in Produktionen des National Ballet of Canada. Da muss ich so um die zehn gewesen sein. Als ich später Musik studierte, habe ich im Nebenfach einige Kurse in Theaterwissenschaft und Tanz belegt und damit meinen Horizont erweitert. Trotzdem dachte ich nicht im Traum daran, dass ich einmal hauptberuflich fürs Tanztheater komponieren könnte. Das kam erst, als ich Crystal Pite kennenlernte, die damals – es muss so um 1993 gewesen sein – beim Ballet British Columbia als Tänzerin engagiert war. ...
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Tanz Februar 2019
Rubrik: Menschen, Seite 25
von Stephan Schwarz-Peters
Lausanne: Swiss Dance Days
Die Schweiz zeigt das «Best-of» ihres zeitgenössischen Tanzschaffens diesjährig unter dem Motto: «La -Suisse n’existe pas!». Der Slogan,1992 geprägt durch den Schweizer Fluxus-Künstler Ben Vautier, betont wohl kaum den nationalistischen, mehr den verspielten Anspruch, den so bekannte Erfolgsproduktionen wie «Fun!» von Lea Moro (tanz...
Das beinahe lebensgroße Gemälde zeigt einen großen Mann in weißem Shirt über weißen Leggings auf monochromer grauer Fläche. Breites Kreuz, muskulöse Oberschenkel, etwas füllig in der Taille. Er steht. Der konzentrierte Blick geht am Betrachter vorbei in die Ferne. Seine Arme hängen seitlich am Körper herab. Parallele Beinstellung. Die Füße sind ihm besonders groß...
Versuchen Sie mal, nüchtern ins Theater zu gehen. Es funktioniert. Morgens um elf Uhr in einer Schulvorstellung in der Aula des örtlichen Gymnasiums. Es gelingt auch in Dhaka um elf Uhr abends bei einer Tanzaufführung unter Zeltplanen. In Bangladesch, wie in vielen muslimischen Ländern, ist das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten. Das Publikum kaut...
