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Monika Grütters, Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, hat etwas übrig für den Tanz. Ganz persönlich, aber nicht finanziell. Warum das so ist, und was sie trotzdem von der Szene erwartet, erklärt sie im Gespräch mit der Redaktion

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Monika Grütters, eine Initiative unter Federführung des Dachver-bands Tanz hat ein Papier erarbeitet, das mit dem Städtetag, der Kultusministerkonferenz und Vertretern Ihres Hauses diskutiert wird, weil es auch dem Bund einiges abverlangt – nämlich eine Erhöhung seiner Tanzförderung von vier auf 20 Millionen Euro. Sagen Sie da: Träumt mal schön weiter? Es gibt aus meiner Sicht zwei Sparten in Deutschland, die eher stiefmütterlich gefördert werden: die Literatur und der Tanz.

Bei der Literatur liegt es daran, dass es relativ kräftige Akteure jenseits des Staates gibt, etwa die Verlage, die Buchhandlungen, die Literaturhäuser, die wir zudem immer wieder stärken. Über ein derartiges Umfeld verfügt der Tanz nicht. Die Sparte Tanz hätte daher sicherlich mehr Beachtung verdient, wenn man bedenkt, was für ein unglaublich breites Angebot sie uns allen macht. Das ist aber nicht allein und ausschließlich eine Frage des Geldes. Dennoch hat mich das Positionspapier insofern sehr beeindruckt, als die Verfasser etwas tun, was noch keine Branche bisher geleistet hat: Sie denken von vornherein Bund, Land und Kommune zusammen, wollen eine Vernetzung dieser drei Ebenen. Das hat mir das Herz ...

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Tanz April 2015
Rubrik: ideen: tanz und politik, Seite 60
von Monika Grütters

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