Nora Pfahl

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Eine junge Lehrerin für zeitgenössischen Tanz wollte ich vorstellen und damit auch eine Branche ehren. Tanz in die Schulen! Was so immens viel Einsatz und kommunikatives Können erfordert, Allround-Koordination von guter Stimmung bis zum Hausmeisterkontakt, was den Kindern viel gibt, den Eltern und den Bildungsinstitutionen wohl auch, findet man als Kritiker ja total wichtig – aus der Ferne. Treten wir näher. Nora Pfahl ist einunddreißig, dunkelblond. Seglerinnen stelle ich mir so vor, Sonne im Gesicht, Ohren im Wind, die Taue in der Hand, stabil auf den Planken des wendigen Boots.

2003 schloss sie ihr Studium der Tanzpädagogik an der Hochschule der Künste in Arnheim ab, wo man schon im ersten Semester auf Schulklassen losgelassen wird. Kein Problem, dachte sie, denn sie hatte ja schon vorher die schwangere Lehrerin ihrer Tanzschule in der tänzerischen Früherziehung vertreten; mit so viel Spaß an der Sache, dass sie das studieren wollte nach dem Abi. Dieser erste Unterricht wurde ein Desaster, erzählt sie. Sie erfuhr den Unterschied zwischen wohlerzogenen Bürgerskindern und denen, die Probleme hatten und machten. Heute stehen ein paar Jungs, Viertklässler einer Grundschule in ...

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Tanz Jahrbuch 2009
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 138
von Melanie Suchy

Vergriffen
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Eine Tänzerin verschwindet

Eisiger Wind fegt über den Friedhof Montmartre. Warum nur lässt sich dieses Grab nicht mehr finden, es war doch irgendwo in der Nachbarschaft von Théophile Gautier, nicht weit von der Ruhestätte der Brüder Goncourt? Oder doch näher bei Heinrich Heine und Hector Berlioz? Komischerweise ist es auch vom Friedhofsplan verschwunden.

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