«Niemand lernt hier tanzen, aber alle können es»

Renate Klett zu Besuch bei Salia Sanou und Kettly Noël

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Burkina Faso ist ein kleines Land in Westafrika, ohne Bodenschätze, ohne Safariparks, ohne Tourismus, weil es nichts Spektakuläres gibt – das macht es so sympathisch. Die Menschen sind schön und freundlich, aber es fehlt an allem, «das Land der Anständigen», so die Übersetzung des Namens, das als Kolonie Obervolta hieß, ist eins der ärmsten Länder der Welt. Aber die Kultur blüht.
Die Hauptstadt Ouagadougou richtet alle zwei Jahre das wichtigste Filmfestival des Kontinents aus: FESPACO und hat eine kleine, hochkarätige nationale Filmproduktion.

Im Centre Culturel Fran­çais trifft sich, was Künstler ist oder sein will. Dort soll noch in diesem Jahr, inch’Allah, ein Centre de Développement Chorégraphique errichtet werden, mit regelmäßigen Aufführungen, Workshops, Proben- und Trainingsmöglichkeiten. Hinter der Initiative steckt Salia nï Seydou, die renommierte  Tanzkompanie, die mehrfach in Europa aufgetreten ist, zuletzt beim InTransit-Festival in Berlin.
Ich treffe deren Mitbegründer Salia Sanou kurz vor seiner Abreise zu einem Solo-Gastspiel in Papua-Neuguinea. Es ist einer dieser Tage, wo Ouagadougou unerträglich ist: zu heiß, zu stickig, zu viel Smog, zu staubig. Besonders letzteres ...

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Tanz Juli 2005
Rubrik: Afrika, Seite 36
von Renate Klett

Vergriffen
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