neue stücke
Man stelle sich einmal vor, es hätte sie nie gegeben. «Ach, was hat Pina Bausch für den Tanz getan, wie anders sähe die Sparte heute aus», lautet ein gängiger Seufzer. Vielleicht, liebe Pina-Groupies, ja auch so: All die Tänzerdarsteller, die ihr Innerstes als «Authentisches» auf die Bühne kübeln? Wären uns erspart geblieben. Die Akteure wären durchweg jung, schön, hätten exzellente Technik. Das Wuppertaler Ensemble würde gutgelaunt durch Franz Lehárs «Land des Lächelns» und Richard Wagners Venusberg flattern.
Genau wie alle anderen Stadttheaterkompanien, die deshalb unentbehrlich wären für jedes Haus mit Oper-Operette. Von Spartenstreichung keine Spur. Die Performance-Szene wäre bei der Bildenden Kunst geblieben und verdiente sich dummdusselig. Tanz aus Deutschland stünde nicht weltweit synonym für poetisch-psychologischen Tiefsinn und aberwitzige Geschlechterkriege. Und Wuppertal – was für ein Wuppertal?
Potpourri der Trennungstechniken
Pietätloser Unsinn, gewiss. Außerdem hat es sie gegeben, und weil es sie seit sechs Jahren nicht mehr gibt, hat das Tanztheater ein Problem: Pina Bauschs Geist spukt immer noch übermächtig durchs Opernhaus im Bergischen Land, sobald ihr alter ...
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Tanz November 2015
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Nicole Strecker
Er hat sein heimisches Feld bestens bestellt und kann nun die Früchte seines kreativen Reifeprozesses ernten, auch in Fernost: Nach Arbeiten für das «Helsinki Festival» («Morphed», tanz 5/15) und einer innovativen Inszenierung von Jean Sibelius’ «Kullervo» an der Nationaloper Helsinki ist der Choreograf Tero Saarinen einer Einladung der Saitama Dance Association...
audition
En-Knap Productions & EnKnapGroup Dance Company, Ljubljana, Slovenia
experienced dancers and actors (f/m)
Audition: 28, 29 November in Ljubljana
Deadline: 16 November
Applications with CV, contact details, and photo to:
goran.pakozdi@en-knap.com
event
20 Jahre TANZINOLTEN
Jubiläumsfestival, 18.–22. November
In der Jubiläumsausgabe prägen atemberaubende...
Die nette Mette. Sie verdreht einem alles, den Kopf und das Ballett. «Die sieben Todsünden» von George Balanchine, Bertolt Brecht und Kurt Weill geraten bei ihr exakt zum Gegenteil: «7 Pleasures» heißt ihr neues Werk. Aus der biblischen Droh-Erziehung des Menschen gebiert sie die Lust an der Freiheit. Ihre Tänzer sind zwölf splitternackte Apostel, die neunzig...
