Nachrufe
Er war einer der hartnäckigsten Menschen, die mir je begegnet sind. Der hartnäckigste der Schweizer Tanzszene, der Zürcher ohnehin. Was wird sie jetzt ohne ihn tun? Wolfgang Johannes Brunner ist 75-jährig seinem Krebsleiden am 5. Januar erlegen.
Damit hat Zürich einen unermüdlichen Streiter für die Sache der Tanzschaffenden verloren und einen Mann, der zur Stadtkultur gehörte wie die kulturellen Institutionen selbst: Wo getanzt wurde, war auch Wolfgang Brunner und verkaufte die von ihm gegründete und während Jahren betreute Zeitschrift «Der Tanz der Dinge» – oder er verschenkte sie, wenn sie niemand kaufen wollte. Wo diskutiert wurde, saß er in der ersten Reihe und bezog Stellung. Wo er ein spannendes Projekt erkannte, setzte er sich daran, es zu verwirklichen – koste es, was es wolle.
Wolfgang J. Brunner war eine Institution – und hat stets gegen jene Institutionen rebelliert, die ihre Daseinsberechtigung nur aufgrund ihrer Institutionalität verfochten. Doch er ist in ihnen groß geworden. Der am 22. Februar 1930 geborene Wolfgang Brunner war Tänzer im Basler Ballett, bei den Ballets de Paris von Roland Petit, im London Festival Ballet und im Grand Ballet de Marquis de Cuevas. Er ...
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Tanz Februar 2006
Rubrik: Transitions, Seite 28
von Lilo Weber, Hartmut Regitz, Mindy Aloff
Tanz ist eine fortgesetzte Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Schwerkraft, eben jener Gravitation, die die Physik seit 1686 mithilfe der Newton‘schen Gesetze beschreibt. 1916, nach 230 Jahren erfolgreicher Anwendung, wurde sie abgelöst durch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie. Aber die Schwerkraft blieb. Denn in den meisten irdischen Belangen –...
Marie-Hélène Falcon, currently the artistic director of the Festival Théâtre des Amériques, will head a new Canadian dance and theatre festival, which will have its first edition in May 2007. No word on the name of the new event, but sure it shall be succeed the international FIND! Festival in Montréal (Philip Szporer)
Die Absage der von Philippe Decouflé...
Viel Anspruch
liegt auf dem Kaffeesatztanzboden. Stellen wir uns den Tänzer als ein Pferd in einem leeren Swimmingpool vor, dem man zuruft: Komm raus aus dem Pool. Doch mit bloßen Hufen ist der hohe Beckenrand nicht zu erklettern.
Mindestens ebenso tief wie der Pool sind die Gedanken, die sich Künstler machen, um hinauf in den Kreis der Gartenparty-Angesagten zu...
