nacho duato
Als Nacho Duato vor gut zwei Jahren in Sankt Petersburg anfing, wurde er allseits enthusiastisch begrüßt. Immerhin war mit seiner Berufung erstmals seit der Ära Petipa ein Choreograf aus dem Westen Leiter einer russischen Kompanie geworden. Der ehemalige Direktor der Compañía Nacional de Danza in Madrid und Verfechter des Modern Dance galt den Petersburgern als profilierter Vertreter einer europäischen Moderne, wie sie sich vor allem mit dem Namen Jirí Kylián verbindet.
An dessen Nederlands Dans Theater (NDT) war Duato nach einer ersten Station beim Cullberg-Ballett in den 1980er-Jahren groß geworden, zunächst als Tänzer, ab 1983 – dem Jahr seines Erstlings «Jardi Tancat» – auch als Tanzschöpfer.
Wie fällt Duatos russische Bilanz aus – gerade auch vor dem Hintergrund des Berliner Engagements (siehe auch S. 22)? Seine handlungslosen Ballette sind voller choreografischer Fantasie und gesättigt mit impressionistisch-flüchtigen, naturnahen Stimmungen. Die Stärke seiner Ballettkreationen liegt in der sensiblen Reaktion des Tanzes auf die Schönheit der Musik. Dennoch rufen seine Remakes eigener Stücke («Without Words», uraufgeführt 1998 beim American Ballet Theatre; «Duende», kreiert für ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz März 2013
Rubrik: menschen, Seite 24
von Natalia Zozulina
Das Bolshoi ist eine Miniaturkopie Russlands, sein weltberühmtes Ballett prägt das Kulturgesicht der Nation. Seit Mitte Januar hat dieses Theater, hat das ganze Land in den weltweiten Schlagzeilen ein Gesicht: Sergej Filin. Der Ballettchef, der vor seiner eigenen Haustür Opfer eines Säure-Anschlags wurde, ist plötzlich zum Symbol geworden: Symbol für die...
stockholm_________
high heels too
Wer auf Pfennigabsätzen daherstöckelt, für den kann sich eine Stunde schon mal wie die Ewigkeit anfühlen. Das mag ein Grund dafür sein, dass Benoît Lachambre die sechs Tänzerinnen und Tänzer des Cullberg-Balletts nach 60 Minuten von «High Heels too» erlösen will. Zumal das «too» hier für nichts anderes steht als für das aufwändige...
«Der Traum der Mücke» in Zwickau
«Auf dem Seil» in Lüneburg
«Inferno» in Mainz
Fattoumi/Lamoureux: «Masculines»
