münchen: Cuqui Jerez: «The Nowness Mystery»

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Markantes Gesicht, androgyne Figur: Amalia Fernández könnte einem Film von Pedro Almodóvar entsprungen sein. Das klingt nach Klischee. Und schon deshalb dürfte die spanische Choreografin und Regisseurin Cuqui Jerez dieser Vergleich freuen, denn sie holt das eine oder andere Klischee hervor, um es in verblüffender Weise gleich wieder auszuhebeln. Amalia Fernández ist in ihrer Darstellung allerdings weit entfernt von jener Hys­terie, in die der Kultfilmer seine Schauspielerinnen hüllt, sondern spielt mit lässigem Understatement, wie es die Theateravantgarde derzeit gebietet.

Ihre Bühnenpartnerin Maria Jerez, die Schwester der Choreografin, blickt wie ein Engel unter ihrer wilden Lockenpracht hervor. Wohl kalkulierte Naivität bereitet hier den Boden für anschauliche Situationskomik. Was Letztere betrifft, kann sich Cuqui Jerez fest auf ihre beiden Performerinnen verlassen. In «The Nowness Mys-tery», ihrem neuen Stück, uraufgeführt auf Kampnagel in Hamburg, hatten die beiden vom ersten Moment an die Lacher auf ihrer Seite.

Um beim Klischee zu bleiben: Eine Meldung aus der Klatschpresse, Trennungsgerüchte um Hollywoods populärstes Paar «Brangelina», gibt Cuqui Jerez Anlass und Ankerpunkt ...

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Tanz Dezember 2011
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von Irmela Kästner

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