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Natürlich. Hinter jeder Sprache der Bewegung steckt ein kultureller Code. Diesmal ent­schlüsselt von den Sportwissenschaftlern Monika Fikus und Volker Schürmann. Trotzdem ist die Klammer des Buchs viel besser: der fulminante ethnologische Beitrag über das Verhältnis von Religion und Tanz von Bern­hard Streck und die spannend geschriebene Analyse des antiken Mänaden­fests von Christoph Auffahrt. www.transcript-verlag.de
Besser platziert wären beide Essays im 14.

Jahrbuch Tanzforschung, herausge­ge­ben von Nele Lipp und Krassimira Kruschkova zum Thema tanz anderswo: intra- und inter­kul­turell. Hier wie da geht es um entfremde­te Reli­giosität und um von der Zivilisation ver­dräng­t­e Tanzkulte. Die zahlreichen Abhand­lungen über Turquerien im Ballett des 17. und 18. Jahrhunderts und «Ethnolo­gisierun­gen» des afrikanischen Tanzes eröffnet Franz ­Anton Cramer mit dem Bonmot von Koffi Kôkô: «Wenn sich Verstehen ereignet, sieht man keine Tradi­tionen mehr». Jüngst wurde Cramer vom Berliner Magazin tip gescholten, weil er die Tanzkritik enger an die «Diskurse» des Tanzes knüpfen möchte. Cramer wolle Laut­specher der Szene sein, die er «totalitär» anführe, höhnte Peter Lauden­­bach über ...

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Tanz April 2005
Rubrik: Bücher, Seite 17
von

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Umgangssprachlich meint der brasilianische Ausdruck «Samba do crioulo doido» (Samba des verrückten Kreolen) Verwirrtheit. «Samba do crioulo doido» nennt sich nicht ganz zufällig auch die neue Arbeit des in São Paulo lebenden Tänzers und Choreografen Luiz de Abreu. Denn was er tanzt, stiftet Verwirrung. Er wirbelt und verwirbelt die Themen eines Landes voll sozialer...

Japanese Tourist

The “Orient” (that construction invented by Western cultures) has been present in theatrical dance since its very beginnings. Indeed, the whole idea of fascination for the unfamiliar and exotic, or anything that (supposedly) comes from far away, is a significant aspect of the mechanism of ballet in the theatre, where the spectator waits in the darkness to be...

Das Fest der frechen Füße

Der Anfang gehört der Musik, und auch im weiteren Verlauf ihres abendfüllenden Kathak-Tanzstücks  hat die Choreografin Sonia Sabri ihrer kleinen Band weite Freiflächen eingeräumt. Das ist kein Fehler, denn die Musik, komponiert von Sarvar Sabri, dem Ehemann , ist, auch ohne Tanz, hinreißend schön. Die Saxofone von Alvin Davis, der seine Blues-Töne wie von ganz...