Meeting Points 5
Meeting Points 5 ist das jährlich wiederkehrende Wanderfest für die Kunstszene am südlichen Mittelmeer: Rabat, Tunis, Minia, Kairo, Alexandria, Ramallah, Amman, Damaskus, Beirut: wie auf einem Zifferblatt – und immer gegen den Uhrzeigersinn. Berlin, nun Brüssel, sind der Abschluss, mit weniger Visaproblemen, allerdings auch weniger Publikum.
Frie Leysen, Gründerin des Brüsseler KunstenFestival des Arts, jetzt nomadische Kuratorin in dieser Region, neben ihr Tarek Abou El Fetouh, der ägyptische Kunstpatron, beide verstehen nicht, wie der Hunger nach Tanz und Kunst in der arabischen Welt die Theater zum Bersten bringt, bei uns aber restlos gestillt scheint, sobald kein Massengeschmack bedient wird. Etwas ist faul in Europa.
Und südlich von Gibraltar? Eine korpulente Dame, die über den Boden rollt, singt, und eine Tänzerin, die sie herzt. Aitas heißen solche Unterhalterinnen aus dem Atlas-Gebirge, die bei Hochzeiten tanzen und nun mit der Choreografin Bouchra Ouizguen in «Aïta» ihre zärtliche Beziehung zueinander und zur Freiheit beschwören: immer am Rand des verbotenen Kusses. Oder Malek Sebai aus Tunis: Sie trägt in «B-ticino» einen blauen Kittel, Putze des Orients, hebt die rechte ...
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Einst schenkte Merce Cunningham dem Tanz die Unabhängigkeit von der Musik. Jetzt ermutigt er uns in Paris mit einem neuen Werk, «eyeSpace», die Musik von vom eigenen iPod bestimmen zu lassen.
Den iPod leiht man sich an der Kasse, oder man bringt seinen eigenen mit. Die «Music for iPods» von Mikel Rouse lässt sich auf www.merce.org herunterladen, was die nicht ganz...
Robyn Orlin ist ehrlich, hat nichts zu verbergen. Olivier Hespel durfte in jeden Winkel der südafrikanischen Choreografin mit Berliner und Pariser Wohnsitz schauen. Daraus entstand «Robyn Orlin – fantaisiste rebelle», eine Biografie, in der die Choreografin fast untergeht. Sie handelt von künstlerischen Prozessen, auch ihrer Produktion mit dem Pariser Opernballet:...
