Martin Schläpfer
Diesem Anfang wohnt wahrlich ein Zauber inne: Wenn Martin Schläpfer zur neuen Spielzeit die Ballettdirektion der Deutschen Oper am Rhein übernimmt, verbinden sich mit seiner Person Hoffnung auf ästhetische Neuerung und internationale Wieder-Beachtung. Sicher, sein Vorgänger Youri Vàmos hat in den vergangenen 13 Jahren das Haus gefüllt und sein Pub-likum erfreut. Bundesweite Beachtung aber, geschweige denn internationale, hat Düsseldorf-Duisburg schon lange nicht mehr. Martin Schläpfer muss man hier nicht vorstellen.
Aber seine choreografische Intuition, seine musikalische Fantasie und sein sensibles Kunstverständnis möchte man nochmals loben. Der Schweizer bringt mit dem nahezu kompletten ballettmainz auch eine gewaltige Portion Ehrgeiz mit. «Ich möchte hier international eine der besten Kompanien wissen», steckt er sein künstlerisches Ziel für das neu formierte Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg ab. Schon der neue Name soll ausdrücken, dass der Tanz kein Anhängsel der Oper mehr ist. Mit einer eigenen Uraufführung und gleich fünf Premieren will Schläpfer durchstarten. Aus Düsseldorf-Duisburg wird man bald wieder hören.
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