marijn rademaker
Fast 15 Jahre lang war er beim Stuttgarter Ballett, ein Solitär in Reid Andersons exklusiver Herren-Kollektion schon allein wegen der flachsblonden Haare, die auf jeder Bühne herausleuchten aus der Menge. Jetzt kehrt Marijn Rademaker in seine Heimat Holland zurück, und der Stuttgarter Ballettchef verliert eines seiner Lieblingskinder, das Idealbild des Tänzertyps, den er seit Jahren sucht, formt und hegt: einen dramatischen Akteur mit ungewöhnlich großem Spektrum an Farben und Charakteren, einen Liebling der Choreografen, der ständig für Uraufführungen ausgewählt wurde.
Die Prinzen konnte Rademaker nebenbei auch noch, nicht zuletzt ist er einer der besten Interpreten seines Landsmanns Hans van Manen – die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit ihm ist wohl einer der Gründe, dass Rademaker ab Januar bei Het Nationale Ballet in Amsterdam tanzt.
Dort hat das Londoner Royal Ballet vor einem Jahr den goldblonden Star Matthew Golding samt seinem Brad-Pitt-Lächeln abgeworben. Auch deshalb mag Direktor Ted Brandsen Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben, um Rademaker zu holen. Schließlich bekommt er so gleichzeitig einen zweiten Holländer für seine Solistenriege, neben der exquisiten ...
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Tanz Januar 2015
Rubrik: menschen, Seite 20
von Angela Reinhardt
______ impressum
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
__Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH
__Redaktion
Hartmut Regitz, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Dorion Weickmann,
Sofie Goblirsch, Marc Staudacher,
Nestorstraße 8-9, D–10709 Berlin
redaktion@tanz-zeitschrift.de
www.tanz-zeitschrift.de
Tel +49-(0)30-254495-20, Fax -24
__Gestaltung &...
newcomer_________
julian weber
Einer trägt Helm. Oben drauf schwebt ein Mobile, eins wie von Alexander Calder. In der halben Stunde, die das «Museum der Repliken» in den Berliner Uferstudios dauert, hat der Behelmte die Bühne genau zur Hälfte gegen den Uhrzeigersinn umrundet. Er ist der Zeiger. Nicht Julian Weber zeigt. Der Choreograf trägt zwar lauter Skulpturen...
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