"Love & Dance"

Eitan Anner setzt Billy Elliot auf Israelisch fort

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Der Tanz ist für ihn nur Mittel zum Zweck: Chen, gerade mal dreizehn, will unbedingt Natalie kennen lernen. Heimlich beobachtet er sie durch eine Kamera, wie sie vor einem Spiegel ihre Posen probt. Statt Judo also Gesellschaftstanz. Statt Natalie die gleichaltrige Sharon. Ihr fehlt der Mann, und so stolpert er widerstrebend hinein in eine Partnerschaft, die anfangs alles verspricht – nur nicht ein Championat in Sachen Cha-Cha-Cha.

Wie bei Stephen Daldry («Billy Elliot») steht auch bei Ei­tan Anner der Tanz für das Leben, und das gestaltet sich in Israel schwieriger als andernorts: zu unterschiedlich sind die Ethnien, und der starke Zuzug aus den GUS-Staaten sorgt seit ein paar Jahren für ein Konfliktpotenzial, an dem nicht bloß jüdische Ehen scheitern. «Sipur Hatzi Russi», eine halbe Russengeschichte, nennt Anner seinen ersten Spielfilm, der in Deutschland jetzt unter dem Titel Love & Dance in die Kinos kommt, und er macht die Kluft zwischen den Kulturen nicht nur an den unterschiedlichen Sprachen fest. Gerade der Standardtanz gilt in Israel als eine Kunst, über die sich ausschließlich die russische Parallelgesellschaft definiert – und doch ist der Quickstepp in diesem ...

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Tanz Juni 2007
Rubrik: Celebrities, Seite 22
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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