Lloyd Riggins

Der erste Solist beim Hamburg Ballett hat eine steile Karriere hinter sich und wohl noch einige Herausforderungen vor sich. Edith Boxberger traf ihn zwischen Büchern zu einem Pas de trois

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Pas de trois hinter Bücherrücken

Die Bibliothek. Es ist still hier. In den weißen umlaufenden Vitrinen stehen sie in schöner Eintracht nebeneinander, lexikalisches Wissen und Biografien. Die Tür geht auf. Als erstes kommt Vianne Margot herein, in schwarzen Schläppchen und knapp sitzendem Trikot in einem Kinderwagen thronend. Ihre zarte Hand schlingt sie fest um einen Finger ihres Partners, der versucht, mit ihr Schritt zu halten und die Regeln dieses neuen Pas de deux zu durchschauen.

Lloyd Riggins, Ers­ter Solist beim Hamburg Ballett, lernt gerade seine jüngste Rolle als Vater einer dreieinhalb Monate alten Tochter. Sie hat die besten Aussichten, wie er selbst in der «Theaterkiste» aufzuwachsen. Auch ihre Mutter, die Solistin Niurka Moredo, ist gerade dabei, sich wieder in das Ensemble einzufädeln.
36 Jahre ist Lloyd Riggins alt. Das Königlich Dänische Ballett in Kopenhagen, das den Tänzer geformt und groß gemacht hat, versichert sich bereits seit einigen Jahren seiner Dienste als Lehrer und Ballettmeister. Beim Bournonville-Fes-tival im vergangenen Jahr, dessen Kodirektor er auch ist, präsentierte er seine ers­te eigene Produktion, eine Neufassung von «Kirmes in Brügge». Und in ...

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Tanz Juni 2006
Rubrik: Portrait, Seite 30
von Edith Boxberger

Vergriffen
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