li ling xi
Li Ling Xi ist ein echtes Kraftpaket: sehr weiblich, sehr streng, sehr stark. Seit 14 Jahren arbeitet die selbstbewusste Chinesin mit der Berliner Tanzcompagnie Rubato. Nach den jüngsten Mittelkürzungen in der Hauptstadt wird sie nun umso stärker im stark prosperierenden Schanghai aktiv sein. Li Ling Xi geleitete Jutta Hell und Dieter Baumann ans dortige Rockbund Art Museum. Denn China ist längst selbst ein Big Player im kulturellen Aufbruch, weit über Ai Weiwei hinaus.
Auch Li Ling Xi gehört auf die Liste der wichtigen chinesischen Akteure, die im Brückenschlag von bildender Kunst und Tanz internationale Anerkennung erlangen. Wie schon Jin Xing, die mit Rubato – dank einer Geschlechtsumwandlung – weltweit für choreografische Furore sorgte, kommt auch Li Ling Xi aus der Tanzabteilung der chinesischen Volksarmee. Sie war selbst Mitglied der Jin Xing Modern Dance Company. Jetzt wandelt die 1975 geborene ehemalige Angehörige des 2. Artillerie Corps gemeinsam mit Dieter Baumann auf den Spuren der Avantgarde: in einer hoch konzentrierten Studie zu einer Kostüm-Skulptur des Briten Jonathan Baldock («Two Figures in a Landscape»).
Dazu kommt ihr Solo, das atemberaubend die berühmte ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 161
von Arnd Wesemann
Welche Wünsche hat man an den Tanz, und wer ist geeignet, diese zu erfüllen? Was suchen wir allabendlich auf der Bühne? Ein Stück von der Freiheit, eine wirklich gute Idee, ein Bild für den nächsten nächtlichen Albtraum? Und wer kann gar die Fahne der Hoffnung tragen – oder ist es eine Fackel? Wenn jemand für die Hoffnung einstehen kann, dann wohl das...
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