leb wohl

Fritz Höver

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leb wohl
fritz höver

war der Einzige, der auf das Video meiner ersten Choreografie – das ich 350-mal verschickt hatte – reagierte und mich einlud, etwas für den Abend «Junge Choreographen» der Noverre-Gesellschaft zu machen. Das war 2001. Ich bin damals direkt nach Stuttgart gezogen. Fritz Höver hat mich am Bühneneingang des Opernhauses abgeholt. Wir haben gemeinsam das Training des Stuttgarter Balletts angeschaut, und er hat ein paar Tänzer motiviert, mit mir zu arbeiten.

Die Großzügigkeit, mit der er mir dabei half, in Stuttgart ein neues Leben zu beginnen, war beispiellos.

Fritz tauchte immer plötzlich aus dem Nichts auf, griff mich fest am Arm und fragte, ob alles läuft. Zu der Zeit genoss er es, vor den Proben im Theater zu erscheinen, und seine Freude, wenn «alles lief», hatte etwas Leidenschaftliches und Aufgeregtes – wie vor einer Premiere. Zu allen Ideen, die ich für Kostüme und Bühne hatte, sagte er immer: «Nein, das geht nicht.» Das war gut so, denn so musste ich mich auf die Schritte konzentrieren. Dadurch habe ich die Kraft der Choreografie begriffen.

Oft war ich bei Rainer Woihsyk und Fritz Höver zu Besuch und ließ mir von ihren «Entdeckungen» erzählen, von John ...

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Tanz Mai 2015
Rubrik: menschen, Seite 31
von Marco Goecke

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