la la land

Eine Hommage an die große Musical-Ära – und zugleich ein Abgesang

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«One, two, and one, two, three, four», und weiter geht die Jazz-Session, während der Abspann über die Leinwand rollt. Nach gut zwei Stunden ist die Reise durch «La La Land» vorbei, eine Nostalgietour auf den Spuren der MGM-Musicals, die ab den 1940er-Jahren die Kinokassen klingeln ließen. Damien Chazelles Film ist eine Liebeserklärung an die Stars der goldenen Hollywood-Jahre, an Farbrausch und Kulissenzauber, Stepp-Virtuosen, Gamaschenschuhe und Schlaghosen.

Doch statt das Gestern in den Kunsthimmel zu loben, lassen Regie und Drehbuch keinen Zweifel daran, dass auch die Cinemascope-Träume nur Schäume waren, Alltagsfluchten und Gute-Laune-Macher. Deshalb gibt es kein Happy End in «La La Land», sondern ein Finale nach der Devise: «Was wäre gewesen, wenn?»

Was wäre gewesen, wenn der Pianist Sebas-tian die Schauspiel-Aspirantin Mia im entscheidenden Augenblick geküsst hätte? Wenn nicht beide um ihren Karrierestart hart gekämpft und dafür das eine oder andere hehre Ziel, ja das Ethos des Künstlers stückweise geopfert hätten? Wenn sie aller Unbill und allem Streit zum Trotz zusammen geblieben wären, das private Glück dem Promiglanz vorgezogen hätten? Dann säße Mia, inzwischen zur ...

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Tanz November 2016
Rubrik: Produktionen - Im Kino, Seite 18
von Dorion Weickmann

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