konkurrenten?
Bettina Masuchs Zurückhaltung wirkt beinahe schon aristokratisch. Dabei macht sie derzeit jede Menge durch. Sie rettet Festivals. Ihr Beruf als Kuratorin ist wörtlich zu verstehen. Die 47-Jährige heilt, wo sie nur kann. Im holländischen Utrecht wurden aufgrund von Sparentscheidungen das für Performance zuständige «Festival a/dWerf» und Masuchs eigenes Tanzfest «Springdance» zusammengegossen – zum «Spring Performing Arts Festival». Derweil verabschiedete das größte deutsche Festival für zeitgenössischen Tanz, «Tanz im August» in Berlin, sein gewaltiges Fünferkuratorium.
Ulrike Becker und André Thériault vom Verein «Tanzwerkstatt», Marion Ziemann und Pirkko Husemann vom Theaterkonglomerat Hebbel am Ufer (HAU) , sie verloren ihren Job, als der Fünfte im Bund, Matthias Lilienthal, die HAU-Intendanz niederlegte. Die Politik verlegte das zwischen beiden Institutionen aufgehängte Festival komplett ans HAU und stutzte die Leitungsebene radikal zurecht: auf eine One-Woman-Show.
Bevor Virve Sutinen, die Leiterin des Dansens Hus in Stockholm, 2014 und 2015 die Leitung übernimmt, richtet Bettina Masuch die Jubiläumsedition 2013 aus: 25 Jahre «Tanz im August». Im Herbst übernimmt sie ...
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Tanz Juni 2013
Rubrik: menschen, Seite 14
von Arnd Wesemann
film_________
«doctor fabre will cure you!»
In der Apotheke des Doktor Fabre treffen wir auf Kröten, Katzen und weiße Kaninchen. Fische schwimmen in seiner Badewanne. Die steht auf einer Wiese am Schelde-Ufer. Mal knutscht der Künstler Jan Fabre eine Löwenstatue, mal hüpft der Choreograf Jan Fabre als menschengroßer Maikäfer von Baum zu Baum. Mal trägt er einen...
Es gab sie schon in der Weimarer Republik – die Tänzerkongresse, auf denen Rudolf von Laban seine bahnbrechende Tanznotation vorstellte, auf denen Tänzer für bessere Bezahlung stritten und ihre soziale Lage sowie die Anerkennung ihres Berufs mit den Kollegen diskutierten. 1927, 1928, 1930, dann zwei Nachkriegs-Treffen – danach riss der Faden ab. Seit 2006 gibt es...
Zuerst war’s das Planking. Der Körper liegt mit dem Gesicht nach unten tiefenentspannt auf einem Biertresen, auf Rolltreppen oder – bei strammer Bauchmuskulatur – auch mal quer zwischen zwei Supermarktregalen. Danach kam Tebowing: Die einbeinig kniende Variante von Rodins «Denker»-Skulptur, die den ganzen Kopf in die Hand stützt – diese geradezu ins Heilige...
