kim kimin
Seit einigen Jahren schaut sich das Mariinsky-Theater verstärkt auch außerhalb von Sankt Petersburg nach Top-Tänzern um, und einige dieser Auserwählten haben für ziemlichen Wirbel gesorgt. Zwar sind sie den Absolventen der Waganowa-Akademie in nichts überlegen, doch ihr Stil ist erfrischend anders.
Die spannende Frage, die sich derzeit der Beobachterin stellt, ist: Warum werden gerade diese Tänzer und nicht andere Kandidaten aus dem Mariinsky-Ballett mit Rollen aus dem klassischen Repertoire des Hauses bedacht? In einem Fall jedoch stellt sich diese Frage nicht: Der junge Tänzer Kim Kimin, vor zwei Jahren ans Mariinsky gekommen, hat sich seither als wahres Schmuckstück für die Kompanie herausgestellt. Kimin ist der strahlendste Stern der jungen Tänzer-Generation und reiht sich ein in die Linie jener charismatischen Tänzer, die dem einstigen Kirov-Ballett zum Ruhm gereichten – Tschabukiani, Nurejew, Panow, Baryshnikov oder Ruzimatov.
Im Gegensatz zu jenen anderen Tänzern, die nicht aus den Mariinsky-Reihen stammen, harmoniert der Stil des gebürtigen Südkoreaners Kimin vollauf mit der am Mariinsky-Ballett gepflegten Tradition. Mehr noch: Seine Bewegungen weisen alle Charakteristika ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 159
von Natalia Zozulina
Mitsutake Kasai hat einen berühmten Vater: den legendären Butoh-Tänzer und Choreografen Akira Kasai, der ab 1972 mehrere Jahre in Deutschland lebte und später den Sohn die Kunst des Butoh lehrte. Zeitgenössischen Tanz studierte er bei Kota Yamazaki, der oft in den Stücken seines Vaters tanzte. Nach weiterführenden Studien in New York begann Mitsutake Kasai, eigene...
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Pia Meuthen überzeugt als feinsinnige Beobachterin und geschickte Rhetorikerin, wenn sie im selbstironisch-heiteren Psychogramm «Go tell the women (we are leaving)» ihren Fokus auf das männliche Individuum in der Gruppe richtet. Messerscharf seziert die Choreografin in diesem Kurzstück zur Musik von Jeroen Strijbos die nonverbale Kommunikation zwischen drei...
