Juliane Rössler
Sie waren Tänzerin, Choreografin, Jurorin des Choreografenwettbewerbs in Ludwigshafen. Jetzt vermitteln Sie bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung in Köln. Warum? Ich weiß, wie schwierig es ist, Arbeit zu finden. Vor einigen Jahren musste ich in Lübeck als Choreografin aufhören, weil kein Geld mehr da war.
Wie Ihre Vorgänger kommen Sie vom Fach.
Alle hatten praktische Erfahrungen, Enno Markwart, Günter Pick, Charles Guillaume, Annette Vladar. Ich wurde klassisch und modern ausgebildet, habe von allen gängigen tänzerischen Stilrichtungen eine Ahnung und keine Vorbehalte. Dieser Job braucht jemanden, der fähig ist, den eigenen Geschmack außen vor zu lassen und jede Tanzrichtung gleichwertig zu behandeln.
Und jemanden, der viel auf Achse ist. Ich muss mir einen möglichst vollständigen Überblick über die Theater verschaffen. Ich nehme auch die freien Kompanien wahr und will in der gesamten Tanzszene auf dem aktuellen Stand sein, auch im deutschsprachigen Ausland. Ich schaue mir Premieren an, spreche mit den Leitern, bin häufig bei Training ...
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