josee howard bowman
Als der Regisseur Christian Lollike gemeinsam mit der aus den Reihen des Königlich Dänischen Balletts rekrutierten Gruppe Corpus die Arbeit an seinem Stück «I FØLING – en krigsballet» aufnahm, wusste er noch nichts von jenem Pionier-Projekt, das am dortigen Theater schon länger existiert: Seit 2010 werden dort auf Initiative der Tänzerin Josee Howard Bowman und der Ex-Tänzerin und heutigen Pilates-Lehrerin Jessie Lee Menschen mit amputierten Gliedmaßen in der Pilates-Technik ausgebildet.
Die unter dem offiziellen Titel «Danish Wounded Warriors Project» laufende Unternehmung entpuppte sich rasch als sinnvoller Weg, Menschen mit Amputationen eine bessere physische Selbstwahrnehmung und Körperbeherrschung zu vermitteln. Warum sollte die Pilates-Technik, ursprünglich von Joseph H. Pilates für Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg entwickelt, nicht auch Versehrten von jüngeren Kriegsschauplätzen zu Gute kommen?
Josee Howard Bowman spielte eine wichtige Rolle in der von den Soldaten Henrik Møller Morgen, Jesper Nøddelund und Martin Aaholm gemeinsam mit den Corpus-Tänzern initiierten Produktion «I FØLING – en krigsballet» – einem Ballett über den Afghanistan-Krieg (und zukünftige Kriege), ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 151
von Charlotte Christensen
Vladimir Varnava gehört fraglos zu jenen vielversprechenden neuen Choreografen Russlands, die vor dem Hintergrund einer klassisch-folkloristischen Ballett-Ausbildung ein ausgeprägtes Interesse an der Entwicklung eines zeitgenössischen, selbstreflexiven Stils erkennen lassen. Gewicht, Atem, Aussagekern der Bewegung, innerer Rhythmus, Geist und Seele seiner Tänzer –...
Eigentlich ist er Theaterregisseur, aber seine Arbeit ist so choreografisch, dass sie auch die Tanzgemeinde begeistert. Bilder aus Bewegung, Licht, verschlüsselter Handlung und beklemmender Atmosphäre. Ein verwischter Spuk wie aus einer Schreckenskammer, umstellt von Videoscreens mit Großaufnahmen von Insekten, deren aggressives Angriffssummen die Stille...
Bis heute lebt das Stuttgarter Ballett von John Crankos wenigen Werken. Wohl entsteht hier ständig Neues, aber die berühmten Handlungsballette – von «Romeo und Julia» (1962) über «Onegin» (1965) bis «Der Widerspenstigen Zähmung» (1969) – sind seit dem Tod des Choreografen im Jahr 1973 der finanziell stets einträgliche Grundstock der Kompanie und auch der Grund,...
