jess curtis...
Fast klingt es wie die Geschichte einer Obsession: die Suche nach Symmetrie. Bei ihm begann sie vor fünf Jahren inmitten des üblichen Trubels um physische Verausgabung in Luftnummern und am Boden sinnlicher Tatsachen. Keine Berührungsangst vor dem Unbekannten, keine Furcht vor Entblößung sollte die Sicht versperren.
Jess Curtis nummeriert seine Studien bis «#22», zelebriert sie in vielerlei Variationen und «re:Presentations»: auf Schiffen, in Galerien, Theatern, Universitäten, in einem Pumpwerk, auf Video, solo und zu zweit, als Gruppe, Massenphänomen oder verbannt in eine riesige, mit Wasser gefüllten Glasröhre. Letzteres ein amphibischer Tauchvorgang, der Monate an Übung und Überwindung von Angst verlangte.
«The Symmetry Project» von Jess Curtis und Maria Francesca Scaroni – zusammen mit dem Kontrabassisten und Komponisten Klaus Janek – ist die wohl beharrlichste Langzeitstudie der flüchtigsten aller Künste; schon 50-mal gestreut wurde von San Francisco quer über den großen Teich bis nach Budapest, Kopenhagen und Berlin, der Zweitheimat der beiden durch die fixe Idee zusammengeschmiedeten Tänzerforscher. Auch die Trennung als Paar kann die Performer und Ko-Autoren nicht davon ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: menschen, Seite 48
von Irene Sieben
...übernimmt zum 1. August die Leitung des Göteborger Balletts. Die Geschäftsführerin der Berliner Agentur Binder + Partner, die unter anderem die Choreografinnen Ingun Bjørnsgaard, Marguerite Donlon und Deborah Colker vertritt, war zuvor künstlerische Leiterin des Balletts der Komischen Oper und Ballettdramaturgin an der Deutschen Oper. Mit einem Vierjahresvertrag...
Sie war eine der Musen Jan Fabres. Mit dem Solo «Quando l’uomo principale è una donna» schuf er ihr 2004 ein choreografisches Denkmal. Seit ein paar Jahren geht sie nun eigene tänzerische Wege. Ihr erstes Stück, 2008, heißt «Birth of Prey» – Lisbeth Gruwez zeigt hier eine wilde Performance als körperliche Reaktion auf Live-Musik. Damit gastiert sie im September in...
Am Ende sollen wir etwas versprechen. Dass wir uns einen Monat lang täglich nur eine Minute kurz duschen. Oder das Auto in der Garage lassen. Oder dass wir einen Baum pflanzen. Denn es gilt, etwas gutzumachen: Die vierteilige Performance «Expanding Energy» von Davis Freeman verbraucht einiges an Energie und damit CO2. Das muss wieder ausgeglichen werden. Das...
