...jan fabre

...ist Ehrengast beim Wiener Festival «ImPulsTanz». Der Meister aus Antwerpen zeigt nicht nur sein grafisches Frühwerk im Kunsthistorischen Museum, er wagt auch das Re-Enactment zweier Aktionen von 1980.

Tanz - Logo

Man muss weit reisen, um seinen eigenen Nachbarn zu treffen. Jan ­Fabres «Prometheus Landschaft II» tourt und tourt, drei Ausstellungen des Künstlerchoreografen sind derzeit gleichzeitig zu sehen: Durch ­seine große Einzelausstellung «Hortus.Corpus» kann man im berühm­ten Kröller-Müller-Museum in den Niederlanden spazieren. In Wien ­zeigt das Kunsthistorische Museum «Die Jahre der Blauen Stunde». In Venedig ist in der Nuova Scuola Grande di Santa Maria della Misericor­dia sein jüngstes Werk ausgestellt.

Als «Pietas» steht ein Ensemble aus fünf riesigen Skulpturen in feinstem Carrara-Marmor auf einem gewalti­gen Deckel aus Goldfolie. Vier Skulpturen zeigen das menschliche Hirn in enormer Vergrößerung, allegorisch angereichert um einen Baum, ein Kreuz und um rücklings liegende Schildkröten. Die fünfte Skulptur ist tatsächlich eine Pietà wie die von Michelangelo. Nur dass Mutter Maria hier ein Skelett ist und das Jesuskind das Bild des Künstlers selbst. Wohl kein Zufall, dass dieses Werk ausgerechnet in der Schule der barmherzi­gen Mutter Maria steht.

Trotz seines anhaltenden Erfolgs in der bildenden Kunst ist Fabre nie von der Performance abgerückt. Zuletzt entstand «Prometheus ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juli 2011
Rubrik: Traditionen, Seite 48
von Pieter T’Jonck

Weitere Beiträge
die amerikaner...

...fallen jeden Sommer bei uns ein. Sie tanzen makellos in den ersten Häusern der Stadt, deren Ensembles das Weite im Urlaub suchen. Sie heißen Pilobolus, bekannt aus «Wetten, dass …?», oder Alvin Ailey, bekannt für schwarze Schönheit. Die reine Weiblichkeit mit karibischem Flair, wie es die kleinere Kompanie von Lizt Alfonso aus Kuba verspricht, kommt vielen wie...

köln: silke z.: sweded – das leben als kopie

Einen Film nachspielen, das tun Filme auch selbst, Theaterregisseure oft, Kinder sowieso. Dabei ist es ja eigentlich das Kino, das so tut, als spiele es echtes Leben nach. Da gibt es also schon ein lustiges Hin und Her. Dazu kommt das Nachdrehen von Kinofilmen oder einzelner Szenen mit Hobbymitteln, um dann zu behaupten, das sei eine neue, eben schwedische Version...

berlin: alva noe versus bonnie bainbridge cohen

«Ich übe, eine alte Frau zu sein»: Bonnie Bainbridge Cohen hat das so beschlossen und gefragt: «Wie kann Verletzlichkeit zu einer Kraft werden? Meist denken wir, Verletzlichkeit sei ein Problem. Aber wenn wir nicht verletzlich wären, verschlössen wir uns vor dem Leben.» Es fühlen zu können, das ist die Philosophie der Begründerin des Body-Mind Centering. Nun trifft...