highlights
on tour_________
australian dance theatre
In Europa reißen sich die Spielstätten um seine Gastspiele, daheim aber bezahlt das Australian Dance Theatre für Auftritte selbst und trägt alle finanziellen Risiken. Vor zwei Jahren wurde der Leiter der Kompanie, Garry Stewart, in das Nachschlagewerk der «Fifty Contemporary Choreographers» aufgenommen. Dass er diese Ehre verdient, beweist sein neuester Coup. In «Proximity» trifft Tanz wieder auf Technologie und setzt für die Begegnung von Körper und Video in Echtzeit neue Maßstäbe.
Die Tänzer interagieren mit den Projektionen des Videokünstlers Thomas Pachoud, verwickeln sich gegenseitig in visuelle Manipulationen und spielen ihre Präsenz dabei enorm kraftvoll aus. Sie führen vor Augen, was es bedeutet, den Verheißungen der Technik nachzugeben und ihnen umgekehrt widerstehen zu können. «Proximity» zeigt Sinnlichkeit mit einer hintersinnigen Botschaft.
Europapremiere in Luxemburg Théâtres de la Ville, 8., 9. Jan.; Brügge, Cultuurcentrum, 11., 12. Jan.; Düsseldorf, tanzhaus nrw, 15., 17. Jan.; Ludwigsburg, Forum am Schlosspark, 19. Jan.; Ludwigshafen, Theater im Pfalzbau, 23. Jan. Weitere Termine in Frankreich, Holland, Spanien, ...
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Tanz Januar 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 34
von
«Die ganze Welt ist eine Bühne», heißt es in Shakespeares «Wie es euch gefällt», als der melancholische Jacques das Leben in sieben Altersstufen unterteilt. Wenn wir das ein Stück weit wahr werden ließen? Die kleinen Ballerinen in den Konservatorien träumen davon, ihr ganzes Leben dem Tanz zu verschreiben. Für Repetto, 1947 von Roland Petits Mutter Rose Repetto als...
Geblendet, schließt der Zuschauer erst einmal die Augen. Kaum dass er sie wieder öffnet, sieht er sich konfrontiert mit einer anderen Welt. Die Bühne ist eingedunkelt, der Boden spiegelglatt. Von hinten fällt das Licht wie gefiltert auf unzählige Silberkabel, an denen Myriaden von Mikrofonen hängen. Vielfach geschichtet, wirkt die Installation von Anette Hachmann...
ausstellung_________
edgar degas. das spätwerk
In seiner postimpressionistischen Schaffensphase bevorzugte Edgar Degas (1834-1917) Pastellkreide als Zeichenutensil, um Tänzerinnen darzustellen. Dank der schmiegsamen Substanz der Stifte wird jede Farbe puderfein aufs Papier gestreut – was, wie die Schweizer Schau zeigt, der Flüchtigkeit des Sujets und der...
