handbuch für choreografen 7
Markt
Bevor du dein Stück zu verkaufen versuchst, könntest du dir die folgenden Fragen stellen: Was erwarte ich mir persönlich von meinem Stück? Wessen Meinung ist mir wichtig? Mit welchen Künstlern identifiziere ich mich, und wie schaffen sie es zu überleben? Wie sieht der Markt aus meiner Perspektive aus? Wie groß ist die Notwendigkeit für mich, ein bestimmtes Stück zu machen, und welche verschiedenen Mittel und Wege stehen mir dazu zur Verfügung? Was tue ich, wenn sich niemand dafür interessiert, was ich mache? Wofür interessiere ich mich sonst noch?
Auch wenn niemand
so richtig zu verstehen scheint, was du machst, ist das okay. Denn egal, was dich ursprünglich dazu bewegt hat, eine Choreografie zu machen, es wird sich am Ende doch irgendwie auszahlen, ganz gleich, ob du nun choreografierst oder nicht.
Das Stück zur Aufführung bringen
Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Modelle, wie man Tanz zur Aufführung bringen kann. Jeder Choreograf bedient sich verschiedener Herangehensweisen. Einige Leute kommen hervorragend mit dem Druck zurecht, vorausplanen zu müssen und sich ambitionierte Ziele zu setzen. Andere wiederum fühlen sich kreativer, wenn ihre Arbeitssituation flexibler ...
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Tanz Mai 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von Jonathan Burrows
Wer eine Kunstschule besucht, lernt es von der Pike auf: das Kopieren berühmter Vorbilder und Stile. Gleich danach wird das absichtsvolle Kopieren zum Problem. Wer ohne ironisches Augenzwinkern oder offensichtlich konzeptuellen Zugriff fremde Ideen übernimmt, bekommt es mit dem Strafgesetzbuch zu tun. Einmal im Fall der sogenannten Raubkopien, also des...
...liebt das Publikum. Deshalb setzt er es nicht auf harte Stühle, er legt es in «You are here» ins Bett, fein säuberlich getrennt von den Nachbarn, die hinter einer Sperrholzwand ihr eigenes Refugium haben. Im Berliner Gasometer senkt sich eine gewaltige Spiegeldecke über das Publikum. Man ist allein mit sich, seinem Blick und den Botschaften der Performer, die...
Ein Zentaur ist auf der Bühne zu sehen, halb Mensch, halb Pferd. Eine Harpyie, in einen festen Vogelrumpf eingeschlossen, beugt sich mit begehrlichem Blick über die Besuchermassen, als ließe sich unter ihnen leicht etwas Fressbares finden. Der Kopf eines «Zuckerclowns», weiß geschminkt wie alle anderen Fabelwesen, scheint körperlos in einer Kaffeetasse zu...
