Göteborg, Wiesbaden: Sang Jijia, Sharon Eyal «s & s»

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Die GöteborgsOperans Danskompani wird mit Preisen überhäuft. Die Gala der schwedischen Bühnenkünste ehrt die 38-köpfige Truppe mit dem Titel «Magic of the year». Die nationale Kritikervereinigung verbeugt sich noch am Premierenabend vor «Schwedens bester Kompanie». Das Publikum dankt es mit stehender Ovation. Die Chefin, Katrín Hall aus Island, nennt es eine Anerkennung von «Professionalität». Die Tanzkompanie der Göteborger Oper punktet, seitdem die heute in Wuppertal wirkende Adolphe Binder hier einen Tourneebetrieb etablieren konnte. Der fährt Geld ein, kostet nicht nur.

Damit liegt die Latte auf der Höhe dessen, was man getrost «Tanzindustrie» nennen darf: Ein makelloses Ensemble bietet Uraufführungen durch Gastchoreografen, die der Welt bereits bekannt sind, und vor allem: Musik, Musik, Musik. Die Auftrags-Komposition für «As it were»- des chinesischen Meisters (und ehemaligen Forsythe-Schülers) Sang Jijia erledigt der Avantgardeelektroniker Dickson Dee mit feinster Turn-table-Kunst. Für Sharon Eyals Kreation «Autodance» besorgt wieder Ori Lichtik schwer pulsierenden Powersound.

Sang Jijia lässt nahezu pausenlos schwarze, knitternde Papierblätter auf die Bühne schneien, was ...

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Tanz April 2018
Rubrik: Kritik, Seite 44
von Arnd Wesemann

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