Gesellschaftstanz, Flexible silence, Lemi Poifasio, Márcia Haydée
gesellschaftstanz
Chiffon und Pailletten für sie, Frack und Fliege für ihn, viel Schminke und Haarspray für beide – so sieht das Klischee aus, wenn die Rede auf Gesellschaftstanz kommt. Dabei ist die soziale und sportive Inszenierung auch mit der Kunst verbandelt. Das Bild hat sich gewandelt, alte Zöpfe wurden abgeschnitten (oder doch ordentlich gekürzt). Was es heute mit Cha-Cha-Cha, Walzer & Co auf sich hat, beleuchten wir künftig alle zwei Monate in einer Serie.
flexible silence
Dass Saburo Teshigawaras im Bühnenraum Sinn und Sinnlichkeit zur Deckung bringt, hat der Japaner vielfach bewiesen. Die Franzosen wissen das besonders zu schätzen. So hat Teshigawara im Pariser Théâtre National de Chaillot nun «Flexible Silence» produziert – zu Musik von Toru Takemitsu und Olivier Messiaen, live gespielt vom Ensemble intercontemporain.
lemi ponifasio
kommt vom anderen Ende der Welt, um in Hamburg das Festival «Theater der Welt» zu eröffnen. Was er mitbringt, wird die Menschen einmal mehr bezaubern – und mit fremder Förmlichkeit irritieren. Lemi Ponifasio, in einem Dorf des Inselstaats Samoa geboren, ist Choreograf, vor allem aber ein Botschafter ritueller Schönheiten. Ein Porträt.
márcia ...
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Tanz März 2017
Rubrik: Vorschau / Der direkte Weg zu tanz, Seite 80
von
Abends um 20 Uhr ist die achtspurige Avenida Francisco Bicalho, die das Zentrum von Rio de Janeiro mit dem Hafen verbindet, ein düsterer Ort. Kaum Straßenbeleuchtung, kein Mensch zu sehen, die Autos rasen wie ferngesteuert über den Asphalt. Außer den Bussen hält hier keiner, schon gar nicht freiwillig. In diesem urbanen Niemandsland liegt die Quadra der Unidas da...
zu kochen und Hochglanz-Küchen gleich mit dem ganzen Freundeskreis zu bespielen, ist en vogue. Dabei geht, sagen Wissenschaftler, die Schere immer weiter auf: Einerseits ernähren sich viele Leute bewusster denn je, andererseits steigt die Zahl derer, die Pizza, Pasta und Pfannengemüse aus der Tiefkühltruhe im Discounter ziehen und die Mikrowelle für das wichtigste...
Seit 1977 gibt es im Fernsehen eine Rateshow, die sich «Ich trage einen großen Namen» nennt. Wie Marius Stravinsky, der den neuesten Abend des Staatsballetts Berlin dirigiert, wären Sie dafür sicher ein geradezu idealer Kandidat. Sicher fragt Sie jeder: Sind Sie etwa der Enkel von Sergei? Ja, jeder fragt das. Tatsächlich bin ich vom Fernsehen bereits kontaktiert...
