geehrt: yvette chauvire
Am 6. Mai ernannte Frankreichs Kulturminister Frédéric Mitterrand die einzige Primaballerina assoluta seines Landes zum «Grand Officier de la Légion d’Honneur». Es ist das erste Mal, dass der Tanz den zweithöchsten Verdienstorden Frankreichs in Empfang nimmt. An Künstler wird er nur selten verliehen, meistens geht er an Kriegshelden oder bleibt innerhalb der Politikerzunft. Yvette Chauviré, geboren 1917, die in Paris unter Serge Lifar, an der Mailänder Scala, in Monaco und beim Royal Ballet tanzte, stand unter anderem mit Rudolf Nurejew auf der Bühne.
Die legendäre Giselle-Darstellerin ist das Bindeglied zwischen Anna Pawlowa und Sylvie Guillem, deren Lehrerin sie an der Pariser Opéra war. Auch Monique Loudières und Marie-Claude Pietragalla zählten dort zu ihren Schülerinnen.
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Tanz Juni 2011
Rubrik: menschen, Seite 26
von Thomas Hahn
Die Obrigkeit schritt ein und entfernte die Fotos aus der Vitrine. Am Berliner Admiralspalast war das Auftreten von Claire Bauroff angekündigt, die anstößigen Stellen waren nicht überklebt. Obwohl man überall in den Revuen gegen Eintritt Beine, Pos und Brüste bewundern konnte. Auch waren diese Bilder 1925 bereits in zahlreichen Illustrierten und Magazinen gedruckt...
...der künstlerische Leiter des Nederlands Dans Theater (NDT), reiht sich ein in den «Club der Invaliden». So nennt man sich nach dem drakonischen Urteil ihres Kulturrats, der dem Kulturminister der seit Oktober regierenden Rechtskoalition, Halbe Zijlstra, empfahl, das NDT «um 40 bis 50 Prozent zu amputieren» oder, wie Vincent es ausdrückt: «Diese Dezimierung...
Ihr Workshop bei der diesjährigen «Tanzwerkstatt Europa» läuft unter dem Titel «Ethik einer Bewegung». Was kann man sich darunter vorstellen?
Mich fasziniert die Figur der Antigone, weil es unmöglich ist, sie heute darzustellen. Ausgehend von dieser Figur bin ich auf Jacques Lacan und die Frage des Begehrens gestoßen. Das Begehren und die Ethik sind für Lacan zwei...
