Frieder Weiss

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Wir treffen uns um 14.33 Uhr, Gleis drei, Berlin Ostbahnhof,  ICE, Speisewagen Kurs München. Wir haben seine Taschen noch nicht verstaut, da bricht schon die New Economy zusammen, und sofort lässt auch das Interesse des Tanzes an den Neuen Medien nach ...
Frieder Weiss kommt einfach sofort zur Sache. «Das Ende der New Economy machte Schluss mit Tänzern, die vorprogrammierte Klangcluster dadurch auslösten, in dem sie durch den Raum tobten und hofften, von all den auf sie gerichteten Sensoren bemerkt zu werden. Es war eine Falle, auch ästhetisch», sagt Frieder Weiss.

Konzentriert fährt er fort: «Nur, wenn man denkt, das Ballett sei eine Illustration von Musik, dann stimmt auch das Gegenteil: Dass die Musik, die Tänzer auslösen, ihren Tanz tatsächlich illustriert.» Aber ist das interaktiv? Und wenn schon, dann von doch fraglichem ästhetischen Reiz.  

Das Wiedererstarken der Neuen Medien im Tanz

Diese Zeiten sind vorbei, beschließt Frieder Weiss, der Software-Entwickler. Die Baisse hat er ausgehalten, weil er mit der Tanzszene liiert ist. Gerade beendete er eine Residenz am Berliner Tesla (ehemals Podewil) und wurde in seiner kurzen Zeit hier bestürmt von Tanzkompanien wie LaborGras, ...

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Tanz Juni 2006
Rubrik: tanz-kunst, Seite 54
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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