Freiräume

Der Tanz schafft Platz. Räumt auf mit der Bühne. Findet virtuelle Orte. Geht über die Grenzen. Nimmt sich die Freiheit. Manifeste von Künstlern und Kuratoren

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Rosalie

Die Bewegung des Tänzers ist raumfüllend, zugleich muss der Raum dem Tänzer maximale Freiheit ermöglichen: heißt hier, dass immer auch etwas anderes bewegt und berührt werden soll – grenzüberschreitend – erweiternd – beflügelnd.


(Ist Grenzenlosigkeit identisch mit Freiheit?)

Raum ist Fantasieraum, ist geistiger Raum, ist Innenraum = Aussenraum

Raum, Bewegung und Tanz dialogisieren permanent miteinander und stehen in wechselseitiger Korrespondenz, Komposition in deren Veränderung – das Ganze ist nur als ein stetig fortschreitender Prozess zu verstehen – Laboratorium in Permanenz.
Ein Zusammenspiel von Raum, Inhalt, Bewegung, Licht und Klang.

Am glücklichsten sind die Momente der wirklich schwebenden Begegnung.
Das eine hebt das andere nicht auf, sondern bleibt stets aufeinander bezogen in konkreten Konstellationen eines vielleicht anderen Lichts, einer anderen Spur – ins Unvorhersehbare, ins Ungewisse, ins Wagnis – aber immer unter dem Aspekt einer wirklich exakten Fantasie.

«Gota de luz» von martin schläpfer, Bühne: Rosalie, ballett Mainz
 

What makes 24 kvadrat (24 square meters) unique, apart from it being the smallest dance theatre in Sweden – 24 square meters and fifteen ...

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Tanz Jahrbuch 2006
Rubrik: Schwerpunkt, Seite 9
von Lena Andrén

Vergriffen
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VA Wölfl

Es war einmal und scheint völlig vergessen: eine Sparte, die es erlaubt, alle anderen Sparten in sich zu vertilgen. Heute gibt es Tanzkongresse, Netzwerke und endlose In- und Out-Listen, was Tanz sein darf und was nicht, was er soll und was andere damit sollen. An diesem Heute sitzt ein Mann im Garten in Kettwig bei Essen mit drei alten Fotoapparaten, die er ab und...

Dunkelkammer

Was ich sehe: Zeilen, Ecken, die Tischkante, die Linie der Theke, ein Regal mit Flaschen. Etikette.
Endlich Buchstaben: Hurra, das Gerade verbündet sich mit der Kurve, ich liebe das.
Die Bedienung serviert Tee in einem Glas von perfekter Geometrie, das Tablett ist rechteckig mit Blumenmuster, auf ihrer Schulter wuchert ein Tatoo, ich liebe das. Punkt. Punkt....

Teppiche

Teppiche waren ursprünglich Reproduktionen von Gärten: der Garten ist ein Teppich, auf dem die ganze Welt ihre symbolische Vollkommenheit erreicht, und der Teppich ist so etwas wie ein im Raum mobiler Garten. Sagt Michel Foucault.

Als der Teppich in der Mitte des Pro­ben­raums lag, war er sofort unser Spielfeld. Wir suchten uns einen Ausgangspunkt und fingen an,...