Freie Szene Berlin

Politik, das kann die Berliner Szene gut. Sie ist hoch aktiv, sehr solidarisch und perfekt strukturiert. Ein Wunder in dieser Vier-Millionen-Stadt. Und doch fehlt etwas: die Tanzkunst selbst

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Das Berliner Kunstvolk kann kämpfen. Es weiß, wie man sich positioniert, zu den Waffen greift und wie es den Hintern bewegen muss, um Erfolg zu haben. In Berlin gibt es eine Koalition der freien Szene. Wo andere Städte oft noch im Quark stecken, um der freien Szene überhaupt ein Gesicht zu geben (von Stuttgart und Dresden einmal abgesehen), ist in Berlin etwa der Verein «Zeitgenössischer Tanz Berlin» seit 2012 Schulter an Schulter unterwegs mit anderen Theaterschaffenden, Bildenden Künstlern, Literaten und Musikern. Weil es um Millionen geht.

Die Stadt erfand die City Tax und schuf damit einen Riesentopf aus der Hotelbetten-Steuer. Gemeinsam haben die Künstler nun zumindest eine Teilsumme erobert. Erstmals sollen stattliche 2,9 Mio. Euro dafür sorgen, dass in Berlin 28 mehrjährig finanzierte Projekte entstehen können, um spartenübergreifend neue Festivals, Programme, Koproduktionen oder Kooperationen zu entwickeln.

Nach dem Sieg ist vor dem Sieg. Aus den Koalitionären werden sofort Konkurrenten, sobald es darum geht, Förderanträge an die Schatzhüter zu stellen. Auf die Koalitions-Initiative des Tanzveranstalters Christophe Knoch – «Die freien Kunstschaffenden werden eine ...

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Tanz März 2017
Rubrik: Serie: Freie Szene, Seite 62
von Arnd Wesemann

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