Feuertänze für Nichtraucher
Sie sind drei Tage lang gelaufen. Vierzig Männer und Frauen. Mit dem Bus gefahren. Auf einem Laster durch den Dschungel geschaukelt. Haben mit Booten Flüsse überwunden. Ein kleines Flugzeug flog je drei Personen samt Gepäck über die Berge, Fuhre für Fuhre, um sie immer weiter nach Süden zu bringen. Es war die erste große Reise der Xavantes-Indios aus dem Mato Grosso in Zentralbrasilien, gleichweit von allen Meeren entfernt. Ihr Ziel: São Paulo, um Gilberto Gil, dem brasilianischen Präsidenten zu zeigen, dass auch Indianer Bürger sind. Mit eigener Lebensweise.
Ohne Kenntnis der Landessprache. Ohne Eintrag ins Melderegister. Sie haben mächtig Eindruck gemacht. Sie haben ein gewaltiges Feuerritual getanzt. Gil war begeistert. Jetzt haben sie einen brasilianischen Pass, zum ersten Mal in ihrem Leben. Nicht, um die Arbeit der Polizei zu erleichtern. Sondern, um abermals ihre Sachen zu packen, wieder die lange Strecke zu überwinden, erneut nach São Paulo zu reisen. Um dann, mit einem italienischen Visum, am 8. und 9. Juni ihr Feuerritual auf der Biennale di Venezia zu tanzen. Aus dem tiefsten Busch in eine der schönsten Städte Europas. Mit Esspaketen für eine Woche. Denn Pizza und ...
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Birgit Keils Karlsruher Ballettkompanie heimst mit Klassikerproduktionen Erfolge ein. Der neue Ballett-Vierteiler am Badischen Staatstheater, der Choreografien unterschiedlicher Qualität im vielsagenden Titel «Kreationen» zusammenfasst, deutet immerhin die lustvoll ausgekostete Freude an, mit der die jugendlichen Ballerinen und Tänzer moderne Formen ausprobieren....
I was born in Hachioji, which is in the suburbs of Tokyo. I grew up there, cherishing nature since my childhood. I was often picked on and ill-treated by other children. I always hid myself in nature, burying my face in the grass, simply keeping myself away from others. I felt close to the texture of the micro-existence of plants. Ever since then, I have imagined...
Der Schock saß tief, und er wirkt nach. Zwei Belgier lösten den größten Pariser Kulturzoff der letzten Jahre aus, als im Théâtre de la Ville Jan Fabre seine Tänzerinnen auf der Bühne urinieren ließ («The Crying Body») und gleich danach in «Sonic Boom» von Wim Vandekeybus ein Akteur damit drohte, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Sinn und Inhalt der Stücke wollte...
