Exportmeisterin
Die Deutschen sind Exportweltmeister. Nur die Bühnenkunst, made in Germany, bleibt viel zu oft zu Hause. Warum? Gerade Tanz gilt doch als besonders «tourfähig». Und Hilfe gibt es auch. Niemand im Ausland muss eine Produktion kaufen, ohne zusätzliche Finanzhilfe etwa durch das Goethe-Institut oder Pro Helvetia zu erhalten. Auch andere Fördermöglichkeiten, die des Nationalen Performance Netzwerks und seiner mit 1,3 Millionen Euro ausgestatteten «Internationalisierunsginitiative Tanz» oder die aus Bundesländern wie Berlin und NRW, sind durchaus lohnenswert. Sagt Jana Grünewald.
Die in Rotterdam ausgebildete Tänzerin betreut am Internationalen Theater Institut das Programm touring-artists.info – etwa, um über Fallstricke in internationalen Verträgen zu informieren. Aber alle diese Maßnahmen helfen erst, wenn überhaupt ein Gastspielvertrag geschlossen wird.
Um als Tanzkompanie so ein Gastspiel zu ergattern, müsste ein Gesandter schon mal ins Ausland reisen und die richtigen Kontakte knüpfen, so wie dies alle Tanzproduzenten tun, wie Vicens Mayans in Barcelona und hunderte andere in allen anderen Ländern auch. Ist das so schwer? Offenbar. Selbst erfolgreiche Tanz-Agenturen in ...
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Tanz Februar 2019
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Arnd Wesemann
Auch das Inferno muss seine Ordnung haben. Neun Höllenkreise hat der italienische Nationaldichter Dante einst konzipiert und für jeden ein sehr penibles Folter-System entworfen: Für die Gierigen gibt es das Bad in einer Kloake, den Wahrsagern wird das Gesicht auf den Rücken verrenkt, und die Geizigen und die Verschwender martern sich logischerweise gegenseitig....
CD des Monats: Ballet Royal de la nuit
Ein «Tango der Füchse» findet sich nicht im Original. Den hat Francesca Lattuada als Einlage für die «Comédie muette d’Amphitrion» hinzuerfunden, die im Zentrum der zweiten Nachtwache steht. Die Choreografin rekonstruiert nicht das Bühnengeschehen des «Ballet Royal de la Nuit», das am 23. Februar 1653 erstmals im Saal des...
Seine Vorgängerin Nanine Linning liebte das Dekorative, die großen, effektvollen Bilder. Heidelbergs neuer Tanzchef Iván Pérez (tanz 12/18) scheint eher ein Choreograf des Intrikaten, Stillen, Melancholischen zu sein. Nachdem er sich den Heidelbergern im Spätsommer mit einer Performance im Freien vorgestellt hatte, folgte nun im Marguerre-Saal das erste...
