excelsior
Es war das womöglich größte Spektakel in der Geschichte des Balletts: «Excelsior», 1881 von Luigi Manzotti choreografiert. Eine unvorstellbar große Zahl von Darstellern, eine opulente Ausstattung und als sensationell empfundene bühnentechnische Effekte rissen das Publikum in der Mailänder Scala buchstäblich von den Sitzen. Und mehr noch: Im Jahr der Uraufführung erlebte diese Huldigung des technischen Fortschritts an der Scala rund 100 Aufführungen, wurde an vielen italienischen Theatern einstudiert, ebenso in den Metropolen Europas und Amerikas.
Nach 1930 geriet «Excelsior» in Vergessenheit. 1967 für das Festival «Maggio Musicale» in Florenz wiederbelebt, verbreitete sich das Werk in der Choreografie von Ugo Dell’Ara erneut in Italien.
Nun hat Arthaus Musik die 2002 entstandene Live-Aufnahme mit dem Ballett der Scala, die früher bei TDK erhältlich war, herausgebracht. Sie ist auf ihre Weise ein Zeitdokument, denn Dell’Ara versucht durchaus, die spezifische Aura von Manzottis Ballett nachzuempfinden. Doch kommt er nicht über brave klassische Arrangements, farbenfrohe Aufzüge und grimassierende Gestik hinaus. Was Ende des 19. Jahrhunderts den Theatergängern buchstäblich den Atem ...
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