eventbude
ist das Wort des Monats, erfunden vom Berliner-Ensemble-Chef Claus Peymann. Für die einen klingt Eventbude wie eine liebevolle, volksnahe Bezeichnung des Theaters, andere assoziieren damit den blanken Horror für die Kunst. Wie schon vor 200 Jahren. Damals ging es um die Pariser Ballhäuser. Für die einen taugten deren harte Bretter als Tanzschule der Nation, andere fürchteten den lärmigen Karneval des Pöbels. Dabei war der legendäre Cancan vor allem eins: die auf dem Tanzboden ausgetragene Fortsetzung der Französischen Revolution (Seite 58).
Und in Deutschland? Sind sich fast alle einig, dass die alten Strukturen – nicht nur im Theater – flexibler werden müssen. Mancher erhofft sich mehr «Flexicurity», andere fürchten «Flexploitation», auf Deutsch: Bei aller Veränderung soll Arbeitsplatzsicherheit gelten, aber mit jeder Umstrukturierung droht der Wertverlust der eigenen Arbeit (Seite 64).
Auf die Eventbude übertragen – nämlich auf die Berliner Volksbühne unter der künftigen Leitung von Chris Dercon (Seite 34), − heißt das, auch im Theater wird mehr Flexibilität gewagt. In Wahrheit zeigt man hier mit großen Namen und kleinen Events aber genau das, was zwei bestehende Festivals und ...
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Tanz Juni 2015
Rubrik: editorial, Seite 1
von tanz-Redaktion
Sechs Studenten pro Jahr kommen in den Genuss, in den Räumlichkeiten der Uferstudios im Berliner Wedding zu Choreografen zu reifen. «Sechs Studenten», sagt Wanda Golonka, seit dem Wintersemester 2013/14 Professorin am Master-Studiengang Choreografie, «das sind jedes Jahr sechs Tanzkünstler mehr zu den 3000, die es schon gibt in Deutschland». In der Kunst herrscht...
auditions______
Toulouse, Ballet du Capitole
Soloist (f) and Corps de ballet (m)
Candidates must have a very high technical level in classical and contemporary dance.
Private auditions by invitation only
Deadline for application: 13 June
Send your application including CV, photos and DVD or video link to:
secretariat.ballet@capitole.toulouse.fr
fortbildungen______
Cope...
Ein stämmiger Mann (Wim Opbrouck) betritt missmutig die Bühne. Seine gestreiften Hosen lassen erkennen, dass er Mitglied einer Brass-Band ist. Er schließt einen DVD-Player an, nimmt ein Becken zur Hand und wartet auf seinen Einsatz in Wagners «Lohengrin»-Ouvertüre. Doch schon bald wird ihm langweilig, da die Musik für sein Instrument kaum Arbeit vorsieht. Als die...
