essen: oblivia «entertainment island»

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Eine Frau joggt auf der Stelle, tapp, tapp, tapp. «Well, well, well!», ruft ein Mann mit Hut ihr zu. «Look at you! You’re looking good!» Mit einem langsamen Ausfallschritt steigert er seine Begeisterung, reckt die Hände zur Decke, während sie ihre Hochleistungsperformance intensiviert. Am Rand der Spielfläche wartet eine zweite Frau auf ihren Einsatz, auf ihren Auftritt. Willkommen bei «Entertainment Island 1» von Oblivia, einer skurrilen Show im Boxring.

Drei Performer demonstrieren sich und dem Publikum im Zehn-Minuten-Takt Praktiken  der Ertüchtigung und Ermunterung und musikalisieren dabei Selbstermutigungsformeln: «Oooh yeah! Allright! Wo-hoow!»

In ihrer Trilogie «Entertainment Island» spielt die finnisch-britische Performancegruppe Oblivia mit Formen und Formeln der Unterhaltungskultur: Im ersten Teil dekliniert sie Strategien von Casting- und Selbsthilfeshows, im zweiten zappt sie sich durch eine Welt aus Papiermaschee, im dritten versteigt sie sich in die private Unterhaltung mit Sado-Maso-Spielen auf der Kellertreppe und Fantasien von Selbsterniedrigung und Voyeurismus. Drei Jahre lang, von 2008 bis 2010, hat Oblivia eine höchst eigenwillige Performancesprache zwischen ...

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Tanz Juni 2011
Rubrik: kalender, Seite 42
von Esther Boldt

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