Emio Greco: «Hell»
«Ding … dong …», endlos wiederholt sich der Doppelton. War da nicht was mit Beethoven? Das ganze «Bam, Bam, Bamm – BAM!» von Emio Greco I PC über «Hell» geht im Takt der Fünften Sinfonie. Doch bei aller Wucht Beethovens, uraufgeführt bei Montpellier Danse: sie tragen Notenständer auf die Bühne. Für «Bam, Bam, Bamm – BAM»? Nein, für eine großartige Partitur alltäglicher Gesten.
Die Pauken sind ans Ende des Stücks geschoben. Zuvor herrscht eine Atmosphäre wie beim Cloud Gate Dance Theatre. Bühne und Gestik in asiatisch reinen Linien, aber kraftvoll.
Brillantes Design. Filigrane Lichtstrahlen feiern das Dunkel. «Hell» ist ein Ballettprodukt wie aus einer Hochglanzbroschüre. Eine Luxusmarke wie auch die erste Ausgabe von Grecos neuer Zeitschrift. Ihr Titel: «Hell!», natürlich.
Die zentrale Doppelseite ist eine Anzeige für das Parfum zum Stück. Es heißt «Extremalism», nach einem Konzept von Greco. Es bleibt nur unklar, ob er Ernst macht mit dem Ballett als Werbekanone oder gar als by-product für «The new fragrance». Wo er die gesamte Produktlinie in den Hochglanztraum von Luxus mit schlafwandlerischer Sicherheit in ästhetische Stimuli fasst, darf das Produkt Tanz nicht weniger ...
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