Eggcited!
«I walk into a white room» – so fangen Albträume an. Eines jeden Malers, Musikers, Marketingstrategen. Man ersetze das leere Studio durch Bildschirm, Kochtopf, Labor oder Verkaufsgespräch, und bald schwitzen wir alle, wie beim ersten Rendezvous. Wir lieben ja unsere Arbeit, wäre da, ach, nur der ewige Kreativitätsdruck nicht.
Aller Anfang ist schwer
Twyla Tharp ist die Letzte, die das leugnet.
Ihre Probleme sind die eines jeden, der aus dem scheinbaren Nichts etwas schaffen soll: «Ich weiß nicht, welche Musik ich benutzen, mit welchen Tänzern ich arbeiten werde. Ich habe keine Ahnung, wie die Kostüme aussehen werden. Oder das Licht. Oder wer die Musik spielen soll. Ich habe auch keine Ahnung, wie lang das Stück wird. Obwohl es auf alle Fälle lang genug sein muss, um die ganze zweite Hälfte eines abendfüllenden Programms abzugeben, damit das zahlende Publikum auf seine Kosten kommt.» So geht das los, Fragezeichen und Verpflichtung. Jetzt kommt das Schwitzen. In Tharps Fall aber nicht aus Angst. Sie fängt an zu improvisieren …
Vierzig Bühnenjahre, über 135 Choreografien für die eigene und alle namhaften Kompanien der westlichen Welt, dazu fünf Filme, drei Broadway-Shows, darunter das ...
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Sie sind eine der ganz wenigen Griechinnen, die mit ihrer freien Kompanie Quasi Stellar auf internationales Parkett eingeladen werden. Bessert sich die Tanzsituation in Griechenland? Ich glaube schon. Die Leute sind müde, immer nur die eine Art von Choreografien herzustellen, wie sie ihnen von der örtlichen Choreografenorganisation nahegelegt wird.
Sie meinen, es...
Wo Bestatter ihre Toten umsorgten und vor mehr als zehn Jahren hier die letzten Särge zimmerten, die letzten Leichen schön machten und deren Grabsteine meißelten, ist nun auf den 39.000 Quadratmetern des ehemaligen städtischen Bestattungsinstituts, das sich im Pariser Nordosten versteckt, eine Künstlerstadt entstanden. 104.fr heißt sie, mit Ateliers für bis zu...
Auch einem Engel kann der Rücken jucken, besonders die Stelle, aus der die Flügel wachsen. Im Theater Vorpommern sind gerade vierzehn Engel vom Juckreiz befallen und schlackern kichernd mit den Gliedern. So will es die Choreografie für das Weihnachtsballett, aber das Lachen wird zur Lawine. Anarchische Stimmung macht sich breit im Ensemble. Sabrina Sadowska lässt...
