Ea Sola
Ea Sola, sie kündigten vor vier Jahren Ihren Abschied vom Tanz an und kehrten Europa den Rücken. Heute melden Sie sich zurück. Wichtige Personen wiesen mich darauf hin, dass es ein Fehler sei, «Requiem» zu meinem letzten Stück zu erklären. Die Warner hatten Recht. Man wird so schnell aus dem Kreis der Eingeweihten verstoßen. Sie bestrafen dich, du musst ja immer weiter rechtfertigen, dass du Subventionen bekamst und jedes Jahr zu produzieren hast.
Aber hat ein Künstler jedes Jahr was mitzuteilen? Man sollte das Recht haben zu sagen: Ich höre auf. Ich war sehr verletzt, konnte mir jahrelang keine Tanzaufführung ansehen. Schon das Wort Tanz tat weh. Erst als ich in China Zirkus sah, fing ich wieder an. Im Zirkus werden Gesetze auf den Kopf gestellt. Man springt ins Ungewisse. Anders als im Tanz.
Wo sind Sie während der vier Jahre «untergetaucht»? Vor einer Wand. Dort sitze ich oft, wenn ich schreibe. Dazu kamen Aufenthalte in China und Kambodscha und gelegentliche Engagements in Vietnam, wie zur Einweihung des neuen französischen Kulturzentrums in Hanoi. Dessen Logo besteht aus lauter Abbildungen meiner ...
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