drei dekaden: Montpellier danse(s)
Falls ein Festival nur lange genug überlebt, kann man dessen Kurator wie einen Künstler betrachten und das Festival als ein Werk, das diverse Perioden duchlief. «Montpellier Danse» wurde im Sommer dreißig Jahre alt, und sein Leiter Jean-Paul Montanari bat die Tanzjournalisten, das Spiel seiner Inspiration zu analysieren. Siehe da: Säuberlich lassen sich Dekaden unterscheiden.
Die Gründerjahre heißen «Les années Bagouet», eine schwarzweiße Bildergalerie als bewegende Studie des frühen Schaffens von Regine Chopinot, Philippe Decouflé, William Forsythe und natürlich Dominique Bagouet, der 1993 an AIDS verstarb. Die jüngste Dekade, ab 2000, heißt «Les années Monnier», frei nach Mathilde, die mit ihrem «Potlatch» das Signal dazu gab, den Tanz neu zu hinterfragen. Boyzie Cekwana, Robyn Orlin, La Ribot oder Raimund Hoghe (siehe S. 8) traten ins Rampenlicht, ebenso der Hip-Hop. Deutlich zeigen die Fotos, wie sich der Körper, auch der nackte, in den Mittelpunkt der Selbstanalyse schob. Im Zentrum der Chronologie aber thronen, eingerahmt, «Les années Montanari». Ab 1991 halten thematische Schwerpunkte Einzug, politischer Diskurs, Blicke nach Afrika, Asien oder Israel, Kolloquien und ...
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wollte Motorradmechaniker werden, wenn es mit dem Tanzen nichts mehr wird. Jetzt übernimmt er von Gary Harris das Royal New Zealand Ballet zum 1. September 2011. Der New Yorker ist in Europa bekannt wie ein bunter Hund. Stiefel tanzte in Zürich, Hamburg, München, debütierte beim Royal Ballet in Twyla Tharps «Junk Man», tanzte in London in William Forsythes «In the...
Der Titel klingt harmlos. «Die Geschichte Lilith» hat Regensburgs Ballettdirektor Olaf Schmidt seine neue Choreografie genannt. Als könnte sie von jener Lilith handeln, die in altsumerischer und altbabylonischer Zeit als Gottheit angebetet wurde und in der jüdischen Mythologie eine Rolle spielt: nämlich als erste Frau Adams. Lilith wurde, so geht die Sage, von Gott...
Der Koleiter der Berner Dampfzentrale wurde während des Festivals «Tanz IN. Bern» mit dem «Ordre des Arts et des Lettres» des französischen Kulturministeriums geehrt. Der 1963 in Olten geborene Tänzer und Choreograf leitet seit 2005 das zeitgenössische Kulturzentrum für Tanz und Musik zusammen mit Christian Pauli.
