Do Animals Cry
Beziehungskisten sind wie Ziehharmonikas. Zeit und Raum scheinen sich in ihnen auszudehnen oder zusammenzuziehen. In ihren Zwischenräumen vergisst man die Zwischenzeit. So beschrieb es jüngst der schwedische Dramatiker Lars Norén in seinem Stück «Pur». Ein junges, schüchternes Paar bezieht eine Wohnung, die ein langer, tunnelartiger Zwischenraum zu sein scheint, der ihnen zur gleichen Zeit, zwanzig Jahre später, verrät, wie verschenkt sich all die zwischen damals und heute gemeinsam verbrachten Jahre anfühlen.
Die Vergangenheit zu zweit kristallisiert sich in Schmerz und Sprachlosigkeit. Noréns Piccolo-Stück konzentriert sich auf ein Ehepaar. Meg Stuart macht ein ganzes Familienfass auf.
«Do Animals Cry» heißt es. Meg Stuart ist die berühmte Choreografin mit Familie in den USA. Früh brach sie aus nach Europa, um eine neue Familie zu finden. Hier erinnert sich Stuart an die Suche nach Ausbruch aus der alten Abhängigkeit Familie, an die Zeit der verwirrten Teenager, an den Veitstanz der Hormone. Jede Figur bleibt dabei bedingungslos den anderen Familienmitgliedern ausgeliefert. Von Anfang bis Ende graben alle nach einer Identität, die ihnen immer wieder entgleitet, sobald sie nur ...
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«Ich bin neugierig, wie ‹Intime Briefe› wirken werden. Es ist meine erste Komposition, deren Töne durch alles Liebe glühen, was wir miteinander erlebt haben. Hinter jedem Ton stehst Du, lebhaft, unbändig, liebevoll. Der Duft Deines Körpers, die Feuerglut Deiner Küsse – eigentlich nicht – der meinen. Aber die weiche Zartheit Deiner Lippen. Meine Töne küssen Dich....
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