Dieter Heitkamp
«To be a performing artist in the next century, you have to be an educator, too.» Sir Simon Rattle
Stellt sich die Frage: Why not in this century? Jeder Musiker, jede Tänzerin, jeder Schauspieler, jede Regisseurin sollte in die Lage versetzt werden, ihre oder seine Ideen zu vermitteln und diese umzusetzen. Junge Künstler müssen überdies mehr als ihr Handwerk beherrschen, sie müssen lernen sich zu artikulieren, zu argumentieren, politisch und strategisch zu denken, sich eine Lobby zu verschaffen.
Wer würde diese Arbeit sonst übernehmen? Produzenten, Manager, Verbandsvertreter haben oft eine sehr andere Sicht auf die Dinge.
Im Tanz gibt es den Begriff des placement, das heißt so viel wie Platzierung oder Ausbalancierung, um auf einer stabilen Basis aufbauend dem Denken und dem Körper eine Ausrichtung zu geben. Das ist nicht mit Haltung zu verwechseln, denn Balance ist flüssig. Es geht um effektiven Krafteinsatz, das Vermeiden unnötiger Spannungen. Flexibel zu sein, heißt nicht, keine Stellung zu beziehen, sondern lässt die eigene Meinung zu.
Warum aber wird jüngst auf einem Kongress kulturelle Bildung speziell für «kleine und alte Menschen» gefordert? Schauen wir aufs Segment der ...
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Der Biss ins Ohr
Der erste Kontakt mit Hijikata war selten einfach. Er konnte recht barsch sein, bevor er jemandem sein Herz und seine Tür öffnete, obwohl er andererseits sein Haus nie verschloss. Ich begegnete Hijikata in einer Bar im Szeneviertel Shinjuku, einem Künstlertreff, in dem er sich mit seinen langen Haaren gern bewundern ließ und um Ratschläge gebeten...
It sounds odd to say that Mikhail Baryshnikov is the most problematic part of his new dance collective, Hell’s Kitchen Dance. But it is impossible to get around the fact that you are watching one of the greatest dancers ever as he passes gracefully into the inevitability of age; what’s worse, he seems cognizant of this the entire time. He commissioned Donna...
There is genius at play in Édouard Lock’s new ballet, “Amjad.” As a product of his evolving exploration of pointe work – it’s been four years since the choreographer first brought his last creation, “Amélia,” to a Montreal stage – the new ballet has nothing to do with copycat imitation. Instead, Lock invests heavily in ironic juxtapositions of Romantic era...
