Die Lehrerin: Melissa Maria Noriega
Sie sind Kubanerin und haben mit ihren 31 Jahren schon unglaublich viel erlebt und geschafft. Sie geben in Köln Workshops und Kurse. Was bieten Sie an?
Momentan unterrichte ich Salsa, Mambo, Movimientos Cubanos sowie Afro-Contemporary und Afrokubanisch, aber hauptsächlich meine eigene Noriega-Technik auf Basis des Afro-Contemporary.
Worauf achten Sie?
Da ich selber gern vor Regeln weglaufe, sage ich auch jedem Schüler: «Entwickle dein eigenes Parfüm! Ihr sollt mich nicht total kopieren. Aber wenn ihr etwas variiert, überzeugt mich damit.
» Es geht um Merkmale der Bewegung, nicht um Perfektion. Um Gefühl, Ausdruck, Körper, Seele, Herz, Spirit, Groove. Man ist mit der Natur verbunden: Ich muss ich sein. Und das A und O des Tänzers ist das Gesicht.
Sind Sie streng?
Ja. Wenn meine Schüler jammern, die Musik sei zu schnell, sage ich: «Melissa ist 1,85 Meter groß, hat unzählige Operationen hinter sich und sie schafft das!» Sie müssen mehr von sich fordern, sonst sind diese Kurse zu teuer. Ich habe hart gekämpft; also nehme ich den Unterricht ernst und sage: Es ist nicht unmöglich. Sie erklären stets auch den Hintergrund und die Struktur der Tänze. Sie wurden ja von den Sklaven nach Kuba ...
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Tanz März 2014
Rubrik: praxis, Seite 74
von Natali Kurth
screening_________
polka dot
wird zur Fernsehshow. Ausgerechnet. Im Fernsehen müssen künstliche Schauspieler immer so tun, als seien sie sozial veranlagte, natürliche Menschen. In Wahrheit sind sie Marionetten des Gefühls, die der Berliner Tanzrevolutionär der 1990er-Jahre, Jo Fabian, in «Second Life» für sich entdeckte – das war damals die angesagte...
ausgezehrt______________
Die Niederlande galten lange als Tanzparadies, ihre Choreografen als internationale Trendsetter. Eine rigorose Sparpolitik dezimiert die Szene und hinterlässt viel verbrannte Erde.
Es war eine krachende These, die den Meinungsbeitrag von Melle Daamen, Direktor der Amsterdamse Schouwburg, in einer großen niederländischen Tageszeitung...
Es ist bereits ihr dritter Shop: Die Erste Solistin des Semperoper Ballett Dresden, Yumiko Takeshima, 43, steht mit ihrem sieben Monate alten Sohn im nagelneuen Showroom in Berlin-Mitte. Auf lichten hundert Quadratmetern liegen ihre hautengen Tanzkleider in den Regalen: so rüschenfrei wie cool und bewährt in unzähligen Vorstellungen von David Dawson bis Alexei...
