Die Hoffnungsträger
hat ein hintergründiges, wissendes Lachen. Eben noch probte der 29-Jährige in Alexander Ekmans Choreografie «Cacti» mit Rebecca Horner an der Wiener Staatsoper, davor frischte er den Blockbuster «Don Quixote» auf. Seit 2007 ist er am Staatsballett Wien engagiert und tanzt viel Repertoire, aber auch Natalia Horecnas Kreation «Contra Clockwise Witness». «Ich bin nicht der klassische Typ», schmunzelt er hinter seiner Brille und deutet auf seine abrupt gespannte Längsachse, «sondern für alles offen» − dabei werden seine Arme groß und weit.
Seit 2009 choreografiert er und macht, wie es scheint, unbeirrt seinen Weg.
In der kommenden Saison stehen bei dem Choreografen, der den abgründigen Humor liebt, neben der Tänzerkarriere ganze drei Uraufführungen von eigener Hand an. Ein zweites Stück für John Neumeiers Bundesjugendballett – die Tänzer dort sind «fabelhaft und neugierig» −, dann «Der Feuervogel» für das Wiener Staatsballett auf der kleineren Bühne, und an dritter Stelle? «Das ist noch ein Geheimnis.» In Deutschland fiel sein Talent mit dem Duett «Love Song» auf, der «Deutsche Tanzpreis ‹Zukunft›» in der Kategorie Choreografie im März 2016 war die Folge. Kaydanovskiy, der in Moskau ...
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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 162
von Andrea Amort
Seine Heimatstadt Tsingtao am Gelben Meer im äußersten Osten Chinas war einst deutsche Kolonie. Ihren energiegeladenen, tanzfreudigen Sohn Wei schickten die Eltern auf die Beijing Dance Academy, wo er eine solide siebenjährige Ausbildung erhielt: klassischen und modernen Tanz, internationale Folklore. Danach tanzte er sieben Jahre im National Ballet of China:...
Die Belgierin spannt Shakespeare und Brian Eno zusammen, Tanz und Museum – und feiert Triumphe, selbst an der Pariser Oper. Weil sie einer der klügsten und eigensinnigsten Köpfe der internationalen Szene ist
Keine Überraschung, dass die Kunst dieser Choreografin einmal mehr Kritiker wie Zuschauer überzeugt hat, denn Anne Teresa De Keersmaeker tritt einfach nie auf...
Keine verkörperte die Olympia wie sie, voll erlesenem Geschmack, dabei auf eine aparte Art verführerisch und mit einer Erhabenheit, der auch die Zurückweisung durch Armand nichts anhaben konnte. Jeder, der seinerzeit bei der «Kameliendame» von John Neumeier in Stuttgart mitgefiebert hat, wird Nora Kimball in lebhafter Erinnerung haben – ebenso wie Márcia Haydée,...
