Die Hoffnung
Hoffnungsträger im Tanz? Wenn ich darüber nachdenke, trage ich eine Menge Hoffnung mit mir rum. So hoffe ich ganz doll, dass die WM-ähnliche Vereins- und Netzwerkeuphorie außer großen Parteitagen auch ihre Gegenbewegung erzeugt. Über unsere Erfolge haben wir 2006 genug geredet, jetzt hoffe ich auf vermehrte künstlerische Eigensinnigkeit. Keine Regierungserklärungen mehr! Ich hoffe, dass sich die Geister wieder am ästhetischen Pluralismus scheiden werden, anstatt Instituten auf den Leim der Definitionshoheit zu gehen.
Gleichzeitig hoffe ich auf vielfältige Angebote an Bildung für den kreativen Einzeltäter, Profi oder nicht. Ich hoffe, dass sich die Hauptstadt-Konzentration für den Austausch auszahlt und Berlin für die «Provinz» nicht zum großen Bruder, sondern zum ebenbürtigen Dialogpartner wird. Dass Kultursponsoring normal wird UND integer. Dass es neben Tanzsommersparkassenfestivals mehr kleinere Schwerpunktveranstaltungen geben wird, die weniger routiniert sein müssen, dafür kontinuierliche Auseinandersetzung bieten. Ich hoffe auf das Eindringen der Wirklichkeit in den Horizont der Studios, wenngleich ich hoffe, dass dort nicht nur dokumentarisch mit ihr umgegangen wird. Weniger ...
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Was ich sehe: Zeilen, Ecken, die Tischkante, die Linie der Theke, ein Regal mit Flaschen. Etikette.
Endlich Buchstaben: Hurra, das Gerade verbündet sich mit der Kurve, ich liebe das.
Die Bedienung serviert Tee in einem Glas von perfekter Geometrie, das Tablett ist rechteckig mit Blumenmuster, auf ihrer Schulter wuchert ein Tatoo, ich liebe das. Punkt. Punkt....
«CC Cushion Umgebung Nr. 5: Kulturwald, der österreichische». Was sich sperrig liest, ist Paul Wenningers bei sommerlichen Temperaturen im Hof des Wiener Museumsquartiers vier Tage lang aufgestellte riesige, transparente Plastikblase. Acht Meter mal neun Meter mal dreieinhalb Meter. Das monströse Polster hält sich durch Luftüberdruck. Drinnen ein Nadelwald,...
Liebe Freunde!
Ich möchte hier in aller Kürze Gesichtspunkte zum «Raum im Theater» zusammentragen und vorschriftswidrig übereinander legen. Das Verständnis vom Raum, wie wir ihn kennen, besteht im Verhältnis unserer Wohnung mit ihren durchaus bekannten Ausmaßen zu den unbekannten. Das eine ist Teil des anderen, wie wir wissen. Wir ertragen das Unbekannte durch das...
